Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neonreklamen: bunt, besser, billiger

07.05.2002


Mit der neuen Software lassen sich Leuchtreklamen besser als bisher planen. Die Betriebskosten können ebenfalls berechnet werden
© Fraunhofer IGD


»So habe ich mir das aber nicht vorgestellt!« Dass Graphiker und Kunde aneinander vorbei geredet haben, bringt manchmal erst die Produktpräsentation an den Tag. Besonders heikel wird die Situation, wenn bereits viel Geld in Technik und Material investiert wurde. Bei Neonleuchtreklamen entstehen heute vor dem fertigen Produkt meist teure und aufwendige Modelle. Werden sie real umgesetzt, kann es passieren, dass der Auftraggeber am Ende ablehnt. Ein häufiger Grund: Sie sind zu schlecht ausgeleuchtet.

Dr. Volker Luckas von der Abteilung Animation und Bildkommunikation am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD kennt solche Schwierigkeiten. »Bisher werden Neonschilder mit Programmen entworfen, die vorausberechnete Konturen und Schriften verwenden. Immer wieder treten bei der Planung Fehler auf. Werden die Flächen falsch berechnet, müssen die Entwürfe anschließend nachbearbeitet werden. Das kostet Zeit und Geld«, weiß der Experte. »Außerdem haben Designer heute oft nicht alle gewünschten Schriften zur Verfügung und müssen sie zukaufen.« Anders bei der Software »Neon Design Studio«: Leuchtschilder lassen sich bis ins Detail virtuell am PC entwerfen.

Das Programm verwendet Algorithmen und Hilfsmittel, mit denen sich verschiedene Leuchstoffröhren auf vorgegebenen Konturen oder Objekten einfach anordnen lassen. »Wir können jeden Entwurf virtuell umsetzen und - wenn nötig - Geometrien schnell ändern. Zusatzmodule ermöglichen es darüber hinaus, die notwendige elektrische Spannung, Stromverbrauch, Transformatorverteilung und Betriebskosten zu überblicken. Sind alle zufrieden, werden die Konstruktionsunterlagen ausgedruckt«, erläutert Luckas. »Ein großer Vorteil der Software: Jedes Reklameschild wird optimal ausgeleuchtet.«

Nicht nur Werbefirmen, Designer und Entwickler von Leuchtreklamen profitieren von Neon Design Studio. Auch für kleine und mittelständische Unternehmen wie Glasbläsereien eröffnen sich völlig neue Perspektiven: Schon beim ersten Vorgespräch kann der Neondesigner Entwürfe skizzieren und sie anschließend am PC präsentieren. Sofort kann der Kunde sein späteres Reklameschild bewundern. Das spart Nerven, Zeit und Geld - auf beiden Seiten.

Dr.-Ing. Volker Luckas | Mediendienst

Weitere Berichte zu: Graphische Datenverarbeitung Kontur Reklameschild Schrift

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Kleben ohne Klebstoff - Schnelles stoffschlüssiges Fügen von Metall und Thermoplast
22.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke
15.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics