Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektronische Kunstnase spürt Tumore und Gammelfleisch auf

16.10.2007
Rezeptoren stellen selbst Hundenasen in den Schatten

Corrado Di Natale, Professor für Elektronik an der Ingenieurwissenschaftlichen Fakultät der römischen Universität Tor Vergata, hat eine künstliche Nase vorgestellt, die auch Gerüche wahrnimmt, die außerhalb des Spektrums der menschlichen Nase liegen. Damit können unter anderem Krebsgeschwüre oder verdorbene Nahrungsmittel auf zuverlässige Weise erkannt werden.

"Die Anzahl der in der menschlichen Nase enthaltenen Rezeptoren liegt bei 388, während die von uns entwickelte Kunstnase aus nur acht dieser Sinneszellen besteht," betont Prof. Di Natale. "Allerdings kann sie auf bestimmte, vom Menschen nicht erkennbare Geruchsarten getrimmt werden. Dabei imitiert sie den in der menschlichen Nase auftretenden Mechanismus, bei welchem zu jedem Riechvorgang bestimmte Rezeptoren aktiviert werden."

Um sie zu einem hocheffizienten Diagnoseinstrument zu machen, ist die elektronische Kunstnase nicht nur mit Rezeptoren, sondern gleichzeitig auch mit einem kleinen Rechner ausgestattet. Dessen Datenbank gleicht die Probe mit den gespeicherten Geruchsmustern ab. Die Rezeptoren bestehen aus als "Porfirinen" bekannten Makromolekülen, die sich an die in der Luft herumfliegenden Schwebstoffe ankoppeln. Mit Hilfe einer Mikrowaage aus Quarz kann die Kunstnase das Gewicht dieser Moleküle und somit auch die Intensität des Geruchs ermitteln.

... mehr zu:
»Gammelfleisch »Kunstnase »Rezeptor

Laut Di Natale eröffnen sich zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten in der medizinischen Diagnostik wie beispielsweise die Aufdeckung von Melanomen oder Karzinomen. Ausserdem könnte die künstliche Nase bei der Ermittlung verdorbener oder gefälschter Lebensmittel behilflich sein. Ob ein Fisch tatsachlich frisch oder eine Melone ausgereift ist, sei damit leicht feststellbar. Bei der Suche nach Trüffeln oder Rauschgift könnte sogar die empfindliche Hundenase ersetzt werden. Da jeder Mensch eine individuelle Kombination aus Duftstoffen absondert, sei es wahrscheinlich auch möglich, den biologischen Fingerabdruck durch ein elektronisches Geruchsmuster zu ersetzen oder zu ergänzen.

Harald Jung | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.uniroma2.it

Weitere Berichte zu: Gammelfleisch Kunstnase Rezeptor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke
15.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Smarte Rollstühle, vorausschauende Prothesen
15.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer 3D Portrayal Service Standard veröffentlicht

20.02.2018 | Informationstechnologie

Die GFOS stellt auf der HMI aus: Mit gfos.MES in Richtung Industrie 4.0

20.02.2018 | HANNOVER MESSE

ZUKUNFT PERSONAL SÜD & NORD: Workforce Management - der Mensch im Mittelpunkt der zukünftigen Arbeitswelt

20.02.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics