Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Strategien für die Produktion der Zukunft

15.03.2002


Innovative Ansätze sichern die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland

Randbedingungen und Möglichkeiten der industriellen Produktion wandeln sich ständig durch neue Technologien, Materialien oder Organisationsformen. Nicht nur für Menschen, sondern auch für erfolgreiche Unternehmen ist deshalb lebenslanges Lernen Pflicht. Mit dem Rahmenkonzept "Forschung für die Produktion von morgen" unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung vorwettbewerbliche Forschungsvorhaben zur Stärkung der Produktion in Deutschland. Über den Projektträger "Produktion und Fertigungstechnologien" im Forschungszentrum Karlsruhe wurden seit dem Jahr 1999 rund 200 Millionen Euro für über 140 Forschungsprojekte bereitgestellt. Rund 1000 Partner aus Industrie und Wissenschaft suchen hier gemeinsam nach zukunftsweisenden Lösungen; 70 % der Industriepartner sind dabei kleine und mittelständische Unternehmen. Die Ergebnisse der Forschungsvorhaben werden am 14. und 15. März im Rahmen der 6. Karlsruher Arbeitsgespräche in Karlsruhe diskutiert. Über 500 Teilnehmer haben sich angemeldet.

Produktionsforschung ist für die globale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie von größter Bedeutung. Ein Ansatz ist der Lebenszyklus der Produkte - von der Produktfindung über Herstellung, Vertrieb und Service bis zu Weiterverwendung und Recycling. Hier liegen Forschungsgebiete für Verbesserungen ebenso wie in der eigentlichen Produktion, wo Fabrikplanung und -ausrüstung, Logistik, aber auch Personalwirtschaft und -entwicklung ständig vor neuen Herausforderungen stehen.

Mit all diesen Themen beschäftigen sich auch die Firmen, die innerhalb des Rahmenkonzeptes "Forschung für die Produktion von morgen" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ihre Ideen zu bisher 17 Themenfeldern eingereicht haben. Aus rund 750 Skizzen werden inzwischen rund 140 ausgewählte Projekte mit insgesamt etwa 200 Millionen Euro gefördert. Wichtigste Nutznießer sind dabei die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die 70 % der beteiligten Industriepartner und mit über 50 % den größten Anteil der insgesamt Beteiligten stellen. Zur Zeit läuft der 7. Ideenwettbewerb mit dem Thema "Schlüsselkomponente Handhabungstechnik", für den noch bis zum 8. April 2002 Projektskizzen eingereicht werden können.

"In den geförderten Verbundprojekten arbeiten im Durchschnitt etwa acht Partner fach- und unternehmensübergreifend zusammen", hebt Dr.-Ing. Ingward Bey, Leiter des vom BMBF eingesetzten Projektträgers "Produktion und Fertigungstechnologien" im Forschungszentrum Karlsruhe hervor. "Insgesamt sind das über 1000 Unternehmen aller Größen und wissenschaftliche Institute, die ihr unterschiedliches Wissen und Können zur Lösung aktueller Probleme der Produktion einbringen. Für uns ist besonders wichtig, dass mehr als 500 dieser Unternehmen klein bis mittelgroß sind. Gerade da entstehen oft als direkte Folge der Forschungsergebnisse neue Arbeitsplätze."

Die Darstellung von Forschungsergebnissen bei den Karlsruher Arbeitsgesprächen ist thematisch in 12 Foren geordnet, die das Spektrum von der mikrotechnischen Produktion zur mobilen Fabrik, von der virtuellen Produktentstehung bis zu neuen Anforderungen an industrielle Fachkräfte abdecken.

In der ergänzenden Ausstellung werden die Ergebnisse ausgewählter Projekte vorgestellt und veranschaulicht. Dies ist auch der Ausgangspunkt für ein neues Element der Karlsruher Arbeitsgespräche: Studenten und Schüler der Oberstufe werden durch geführte Besichtigungen angeregt, sich mit den Problemen (und Lösungen) der Produktion von morgen auseinander zu setzen.

Das Programm der Tagung, die mit einer Podiumsdiskussion zu "Visionen für die Produktion von morgen" schließt, kann im Internet unter www.fzk.de/pft eingesehen werden. Der Tagungsband kann hier zum Preis von 35 Euro bestellt werden.

Joachim Hoffmann

Inge Arnold | idw
Weitere Informationen:
http://www.fzk.de/pft

Weitere Berichte zu: Fertigungstechnologie Industriepartner Projektträger

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Projekt CeGlaFlex: Hauchdünne, bruchsichere und biegsame Keramik und Gläser
24.04.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Löschbare Tinte für den 3-D-Druck
24.04.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen

25.04.2017 | HANNOVER MESSE

RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Kräftiger Anstieg setzt sich fort

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen

Pharmacoscopy: Mikroskopie der nächsten Generation

25.04.2017 | Medizintechnik