Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zwei Probleme - Eine Lösung

08.03.2002


Gasgenerator eines Airbags (TRW Airbag Systems)


Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI präsentiert das Kopplungsinterface MpCCI auf der CeBIT in Hannover.

Sankt Augustin. Damit der Airbag beim Unfall richtig funktioniert, bedarf es auch numerischer Berechnungen. Der Zündvorgang in der Gaspatrone darf nur den Luftsack aufblasen, er darf nicht dazu führen, dass die Patrone selbst explodiert. Zündvorgang und Wandstärke der Patrone sind gekoppelte Probleme, die sich wechselseitig beeinflussen und deshalb gleichzeitig simuliert werden müssen. Solche multidisziplinären Simulationsmöglichkeiten sind für Ingenieure unerlässlich, um neue Produkte im Maschinen-, Flugzeug- oder Automobilbau zu entwickeln und um physikalische Vorgänge wie Wetter oder Klima vorhersagen zu können. SCAI hat aus diesem Grund das Kopplungsinterface MpCCI (Mesh-based parallel Code Coupling Interface) entwickelt. Die Software ist in der Lage, gekoppelte multidisziplinäre Probleme zu lösen - Probleme also, die aus zwei oder mehr voneinander abhängigen physikalischen Phänomenen bestehen.

Mit MpCCI können unterschiedliche Simulationsprogramme für eine numerische Berechnung kombiniert und gekoppelt werden. Mit dem Interface MpCCI haben Unternehmen gemeinsam mit SCAI bereits multidisziplinäre Lösungen für die Auslegung von Airbag-Gasgeneratoren, Turbinen, Radspoilern, Windabweisern, Polymer-Mixern, elektrischen Sicherungssystemen und Pkw-Tanks realisieren können.

Mit MpCCI hat SCAI multidisziplinäre Kopplungen wichtiger Industriecodes wie ANSYS, CFX, MARC, PERMAS und STAR-CD erreicht. Die Anbieter dieser Produkte haben kürzlich angekündigt, die MpCCI-Schnittstelle in ihren Codes direkt zu unterstützen.

SCAI zeigt seine Entwicklungen auf der CeBIT in Hannover in Halle 11, Stand A 10 und 14 auf dem Stand der Fraunhofer-Gesellschaft.

Kontakt:
Dipl.-Inform. Klaus Wolf
Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI
Schloss Birlinghoven
53754 Sankt Augustin
Tel.: 02241-14-2557
Fax: 02241-14-2181
E-Mail: klaus.wolf@scai.fraunhofer.de

Dipl.-Journ. Michael Krapp | idw
Weitere Informationen:
http://www.scai.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Code Kopplungsinterface MpCCI Zündvorgang

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie
11.12.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Bioverfahrenstechnik - Mit Kugeln optimal messen
01.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften