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Keine Legionellenbildung mehr bei der Beckenwasseraufbereitung

07.03.2007
Piloteinsatz von Siemens im thüringischen Klinik-Bad Hildburghausen

Siemens Industrial Solutions and Services (I&S) bietet ein neues Verfahren zur Beckenwasseraufbereitung, das im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen jegliche Legionellenbildung verhindert.

Mit der Verfahrenskombination aus Flockung, Ozonung, Mehrschichtfiltration, UV-Bestrahlung und Chlorung werden die Anforderungen der DIN 19643 an die Qualität des Rein- und Beckenwassers unter allen geprüften Belastungszuständen eingehalten. Durch den vollständigen Verzicht auf Aktivkohle ist jede Legionellenbildung ausgeschlossen. Diese Lösung der I&S-Bereichsgesellschaft Wallace & Tiernan, Günzburg, ist vom Institut für Wasser- und Umweltanalytik GmbH, Luisenthal, erfolgreich begutachtet worden. Das alternative Verfahren ist im Therapiebad der Henneberg- Kliniken im thüringischen Hildburghausen im Einsatz.

Ziel der Badewasseraufbereitung ist die Sicherstellung einer guten, gleich bleibenden Qualität des Beckenwassers in Bezug auf Hygiene und Sicherheit, damit eine Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit ausgeschlossen ist. Um dieses Ziel zu erreichen, werden in der DIN-Norm 19643 Vorgaben und Anforderungen für Bemessung, Betrieb und Kontrolle der Aufbereitungsanlagen sowie an die Wasserbeschaffenheit gestellt.

Nach der DIN-Norm ist in Therapiebecken das Schwimmbeckenwasser über eine Ozonstufe zur Desinfektion aufzubereiten. Das überschüssige Ozon wird in der Regel im Aktivkohlefilter abgebaut. Da Legionellen bei höheren Temperaturen in Aktivkohle ideale Wachstumsbedingungen vorfinden, hat Wallace & Tiernan ein alternatives Aufbereitungsverfahren entwickelt und zum Patent angemeldet.

Das neuartige Verfahren von Siemens, bestehend aus einer Kombination von Flockung, Ozonung, Mehrschichtfiltration, UV-Bestrahlung und Chlorung, übertrifft durch die zusätzliche UV-Verfahrensstufe die Anforderungen, die in der DIN an die Qualität des Beckenwassers gestellt werden. Das alternative Verfahren wurde erstmals in einem Thüringer Klinik-Bad umgesetzt.

Seit letztem Jahr ist in den Henneberg-Kliniken in Hildburghausen ein Therapiebecken in Betrieb, das zur Physiotherapie und zum Babyschwimmen genutzt wird. Das Becken ist 23 m2 groß, die Wassertiefe beträgt 1,35 m, die Wassertemperatur 34° C. Die Funktionsfähigkeit der alternativen Lösung wurde durch das Institut für Wasser- und Umweltanalytik GmbH begutachtet und unter Beweis gestellt. Das neue Verfahren ist schnell und kostengünstig nachrüstbar.

Siemens Water Technologies liefert kostengünstige und zuverlässige Systeme und Dienstleistungen für die Wasser- und Abwasseraufbereitung von kommunalen, industriellen, gewerblichen und institutionellen Kunden in der ganzen Welt. Das Geschäftsgebiet Water Technologies ist Teil des Siemens-Bereichs Industrial Solutions and Services (I&S), der innovative Lösungen und Dienstleistungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen der Prozess- und Fertigungsindustrie sowie der Infrastruktur bietet. Bei einem Umsatz von 8,819 Milliarden Euro beschäftigte I&S im Geschäftsjahr 2006 (30. September) weltweit 36.200 Mitarbeiter.

Franz Friese | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/water

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