Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vorlesungen aus dem Internet

17.12.2001


Seit Mitte Dezember können sich die Studenten des IFF die Kommentare ihres Profs zur Vorlesung "Fabrikbetriebslehre I" auch als Videosequenz aus dem Internet herunterladen.


Stuttgarter Maschinenbaustudenten können sich die Kommentare ihres Professoren zur Vorlesung "Fabrikbetriebslehre I" künftig auch als Videosequenzen aus dem Internet herunterladen. Der Prototyp des virtuellen Skripts geht im Dezember online.

Durch die zunehmende Vernetzung der Medien und die Möglichkeit des grenzenlosen Datenaustauschs ist das Arbeiten zu Hause für Studierende mittlerweile zur Realität geworden. Fast jeder Student verfügt über einen PC und einen Zugang zum Internet. Das Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) der Universität Stuttgart stellt deshalb schon seit mehreren Semestern die eigenen Vorlesungen im Internet zum Download auf den heimischen PC bereit ( www.iff.uni-stuttgart.de unter "Studentisches"). Aufgrund des großen Zuspruchs entschloss sich der Leiter des Instituts, Prof. Engelbert Westkämper, diesen Service auszuweiten und in Zukunft Vorlesungsfolien mit Text, Bildern und Videosequenzen anzubieten. "Wir wollen den Stoff möglichst lebendig und eingängig darstellen", erklärt Prof. Westkämper. "Durch die Verknüpfung verschiedener Medien lassen sich die Inhalte plastischer und damit auch verständlicher vermitteln, was sich wiederum positiv auf den Lernerfolg auswirkt", hofft er.

Eine Pilotversion des virtuellen Vorlesungsskripts von "Fabrikbetriebslehre I" ging Anfang Dezember online. Wie E-Learning-Programme, die vor allem Großunternehmen bereits seit längerem erfolgreich zur Fort- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter einsetzen, kommt auch das virtuelle Skript den Lern- und Arbeitsgewohnheiten seiner Nutzer entgegen. Die Studenten können den Lernstoff unabhängig von Vorlesungszeiten bearbeiten und je nach Wissensstand und Interesse einzelne Kapitel überspringen oder gezielt auffrischen. Sie können sich einen ersten Überblick verschaffen oder gleich tiefer in einzelne Themen einsteigen - direkter Draht zum Betreuer via E-Mail inklusive. Letzterer hat sich in den vergangenen Semestern bereits ebenso gut bewährt, wie die Chats, die Prof. Westkämper regelmäßig zur Prüfungsvorbereitung anbietet.

Nehmen die Studenten den Piloten gut an, sollen weitere Vorlesungseinheiten folgen. "Wir wollen den Stoff dann noch intensiver erschließen, beispielsweise durch weiterführende Literatur und Übungen", verrät Westkämpers Assistent Jörg Niemann. Auch über aufwändigere Videosequenzen zu Kernthemen der Vorlesungen denken die Macher des virtuellen Skripts bereits nach. "Allerdings nicht auf Kosten der Handlichkeit", schränkt er ein. Das Skript ist so dimensioniert, dass es sich selbst mit einer langsamen Internetverbindung binnen fünf Minuten herunterladen lässt und läuft auf jedem Windows-PC mit Internet-Explorer. Für Studenten, die sich das Skript nicht herunterladen wollen, hält der Lehrstuhl auch eine Version auf CD-ROM bereit. Sie wird zum Selbstkostenpreis und zusammen mit der Print-Ausgabe abgegeben.

Auch wenn sich Westkämpers Studenten ihren Professor künftig in Bild und Ton auf den eigenen Schreibtisch holen können - den Besuch der Vorlesung soll das virtuelle Skript keinesfalls ersetzen. "Vieles lässt sich nur in einer Lernsituation vermitteln, in der sich Lehrer und Lernender persönlich gegenüberstehen", sagt Prof. Westkämper, dem der direkte Kontakt zu seinen Studenten sehr wichtig ist. Nicht zuletzt, weil "nur in solchen Situationen der Funke der Begeisterung" für ein Fach wirklich überspringen kann.

Das Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb ist eines von 15 Instituten der Fakultät für Konstruktions- und Fertigungstechnik an der Universität Stuttgart. Es betreut derzeit rund 650 Studenten. Schwerpunktthemen des IFF sind das Life Cycle Management, die Planung, die Konfiguration und der Betrieb wandlungsfähiger und flexibel konfigurierbarer Produktionsstrukturen, die Miniaturisierung der Fertigungstechnik und -systeme, die Mikro- und Nanomesstechnik mit Toleranzsystemen und Messdatenverarbeitung, neue generative Fertigungstechnologien sowie die Modellierung und Simulation von Prozessen und Systemen. In seinen Forschungsarbeiten ist das IFF eng mit dem Fraunhofer IPA verbunden, das Prof. Westkämper ebenfalls leitet.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF), Allmandring 35, 70569 Stuttgart

... mehr zu:
»IFF »Skript »Videosequenz »Vorlesung

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Jörg Niemann
Telefon: 0711/970-1165, Telefax: 0711/970-1102, E-Mail: jon@iff.uni-stuttgart.de

Dipl.-Ing. Michaela Neuner | idw
Weitere Informationen:
http://www.iff.uni-stuttgart.de/

Weitere Berichte zu: IFF Skript Videosequenz Vorlesung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Neues Verfahren bringt komplex geformte Verbundwerkstoffe in die Serie
23.01.2017 | Evonik Industries AG

nachricht Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile
19.01.2017 | Fraunhofer IFAM

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovationen besser messen

23.01.2017 | Förderungen Preise

Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Einem neuen, effektiven Fertigungsverfahren auf der Spur

23.01.2017 | Förderungen Preise