Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie können Computer räumlich Sehen?

30.11.2001


Die Grafik veranschaulicht das Verfahren - links der Projektor, rechts die Kamera.


Wie können Computer Dinge erkennen, sie räumlich einordnen und beurteilen? Eine Frage, die insbesondere in der Robotik wichtig ist, wo dreidimensionale Gegenstände von Rechnern erfasst, vermessen und mit Werkzeugen bewegt und bearbeitet werden müssen.
Ein Verfahren, das in jeder Hinsicht "einleuchtet", hat das Institut für Robotik und Prozessinformatik der Technischen Universität Braunschweig entwickelt.

Der Informatiker Simon Winkelbach, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut, projiziert auf dreidimensionale Gegenstände bestimmte Lichtmuster. Trifft zum Beispiel Licht durch ein Streifenraster auf eine beliebig geformte Oberfläche, so lässt sich deren Form aus dem Wellenmuster berechnen, das sich auf dieser Oberfläche abzeichnet. Der Rechner kann exakte Rückschlüsse auf die Orientierungen der Oberflächenpunkte ziehen. Anders als der Mensch, der zwei Augen für das räumliche Sehen benötigt, braucht der Computer bei diesem Verfahren nur ein "Auge" in Form eines optischen Sensors sowie einen Lichtprojektor.

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten für dieses Verfahren im Bereich der Robotik (wie Objekterkennung, Positionsbestimmung, Hinderniserkennung), der Produktionstechnik (Qualitätssicherung), aber auch der Computergrafik (3-D-Modellierung) lassen sich denken.

Für seine außergewöhnlichen Leistungen hat Simon Winkelbach in diesem Jahr bereits zwei renommierte Preise erhalten: den ersten Preis der Siegfried Werth Stiftung zur Förderung der Messtechnik für seine Diplomarbeit über die "Gradienten basierte Rekonstruktion von 3-D-Oberflächen" sowie den Hauptpreis der Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Mustererkennung (DAGM e.V.). Auch in Zukunft wird das Institut für Robotik und Prozessinformatik unter Institutsleiter Prof. Friedrich Wahl im Bereich Computer Vision das obige 3-D-Rekonstruktionsverfahren weiter verfolgen, aber auch andere Methoden für die automatisierte Montage, die Hinderniserkennung für mobile Roboter und den Einsatz von Robotern in der Chirurgie erforschen.

Das Projekt kann im Institut besichtigt werden. Fragen beantwortet Herr Winkelbach unter Tel.: 0531/391-7454.

Dr. Elisabeth Hoffmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.cs.tu-bs.de/rob/welcome.html
http://www.tu-bs.de/

Weitere Berichte zu: Prozessinformatik Rechner Roboter Robotik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Mitarbeiter der Hochschule Ulm entwickeln neue Methode zur Desinfektion von Kontaktlinsen
17.07.2017 | Hochschule Ulm

nachricht Form aus dem Vakuum: Tiefziehen von Dünnglas eröffnet neue Anwendungsfelder
07.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops

Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark

25.07.2017 | Biowissenschaften Chemie