Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kraftfahrzeugtechniker entwickeln virtuelles Motorrad

30.11.2001


Eine SIMSON 125 SM wurde als erstes Testfahrzeug mit Weg- und Geschwindigkeitssensoren umgerüstet


Ein erstes Fahrzeugmodell führt bereits erfolgreich seine Fahrversuche innerhalb des Computers durch


Das Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik der TU Ilmenau erstellt im Auftrag und in Zusammenarbeit mit der SIMSON Motorrad GmbH&Co.KG, Suhl ein Simulationsmodell für ein Motorrad. Das Ziel dieses Projektes ist die Simulation aller wichtigen Komponenten eines Zweirades im Computer. Damit können Fahrwerks- und Rahmenauslegungen schon während der Entwicklung eines neuen Fahrzeugs virtuell getestet werden.

Fahrgefühl und Sicherheit werden vorrangig von Fahrwerk und Rahmen bestimmt. Durch auftretende Schwingungen können Bauteile ermüden und Risse im Rahmen auftreten, die in manchen Fällen bis zum Bruch führen. Um dies zu verhindern, werden Motorradrahmen sorgfältig getestet. Die richtige Auswahl der Fahrwerkskomponenten ist ein weiteres wichtiges Kriterium für Fahrsicherheit und Fahrspaß. Bis heute beruhen Rahmen- und Fahrwerksauslegung im Zweiradbereich allerdings zum großen Teil auf Erfahrungswerten der Konstrukteure und aufwendigen Prototypenerprobungen.
Mit den Erfahrungen, die das Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik auf dem Sektor der Simulation besitzt, will das Team von Studenten und Mitarbeitern der TU Ilmenau um den verantwortlichen Projektingenieur Daniel Bader der SIMSON Motorrad GmbH & Co. KG langfristig ein Entwicklungswerkzeug in die Hand geben, welches den Entwicklungszeitraum und die Entwicklungskosten verringert. So können beispielsweise Streckenprofile im Computer abgebildet und mit dem Fahrzeugmodell abgefahren werden. Damit lassen sich konstruktive Lösungen untersuchen und verbessern, ohne das kostspielige Prototypen gefertigt werden müssen. Auch die Fahrwerksauslegung soll so schon im Entwurfsstadium getestet werden können.

Für den Nachweis der Funktionsfähigkeit seiner Modelle rüstet das Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik der TU Ilmenau unter der Leitung von Professor Klaus Augsburg verschiedene SIMSON-Motorräder mit einer Messwerterfassung aus. Anhand dieser Testfahrzeuge soll das Verhalten der Simulationsmodelle überprüft werden. Die Zielstellung einer ganzen Reihe von Projekten ist eine neuartige Symbiose zwischen Mehrkörper- und FEM-Simulationen, Prüfstandsbetrieb und Fahrversuch, wobei ein fließender Übergang zwischen Simulation und Realität während der Entwicklung herrscht. Dieses jetzige Projekt bildet die Grundlage einer intensiven und langfristigen Zusammenarbeit zwischen dem FG Kraftfahrzeugtechnik und der SIMSON Motorrad GmbH &Co. KG.

Kontakt/Information:
TU Ilmenau
Fakultät für Maschinenbau
Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik
Prof. Klaus Augsburg
Industriestraße 27
98544 Zella-Mehlis
Tel. 03682-4512 24
Fax 03682-45 12 23
E-Mail: klaus.augsburg@tu-ilmenau.de

Wilfried Nax M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.maschinenbau.tu-ilmenau.de/

Weitere Berichte zu: Fahrwerksauslegung Kraftfahrzeugtechnik Motorrad SIMSON Simulation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Ausweg aus dem Chrom-Verbot
30.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Schnell, präzise, aber nicht kalt
17.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften