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Fraunhofer LBF und TU Darmstadt bauen strategische Akustik-Allianz aus

09.03.2006


Luftschallmessungen im Fahrversuch mit Kunstkopf. Foto: TUD SzM


Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF und die Technische Universität Darmstadt erweitern ihre strategische Forschungspartnerschaft. Der engen inhaltlichen Zusammenarbeit der letzten Jahre folgt nun auch die organisatorische Neuordnung der Fachgebiete: Die Arbeitsgruppe "Maschinenakustik" verschmilzt mit dem Fachgebiet "Systemzuverlässigkeit im Maschinenbau" zum Fachgebiet "Systemzuverlässigkeit und Maschinenakustik SzM". Leiter des neu formierten Fachgebietes ist Professor Holger Hanselka, Institutsleiter des Fraunhofer LBF in Darmstadt.


Sieben Mitarbeiter ergänzen und erweitern als assoziiertes Kompetenzcenter die Akustik-Kompetenz am Fraunhofer LBF. Organisatorisch wird die Arbeitsgruppe Maschinenakustik von Dr. Rainer Storm, die Arbeitsgruppe Systemzuverlässigkeit von Dr. Kai Wolf geführt. Professor Hanselka: "Fachlich ist dies für alle Beteiligten eine ganz große Chance, neue Forschungs- und Industrieaufgaben zu generieren und die gemeinsame Position am Markt zu stärken und zu festigen. Die Themen Betriebsfestigkeit - Schwingung - Lärm sind ganz eng miteinander verwandt und als Synergiefeld zur Weiterentwicklung adaptronischer Anwendungen direkt kombinierbar".

Ein bedeutender gemeinsamer Forschungsschwerpunkt der beiden Arbeitsgruppen ist die akustische Untersuchung aktiver Geräuschminderungsmaßnahmen am Beispiel einer Aktiven Fassade. Großes Know-how wurde auch mit der Bearbeitung vieler unterschiedlicher Industrieprojekte im Bereich der industriellen Antriebstechnik - vor allem bei Getrieben - erworben.


Durch die Bündelung der Kompetenzfelder Betriebsfestigkeit, Systemzuverlässigkeit und Maschinenakustik sollen Maschinen und Anlagen künftig leiser, leichter und zuverlässiger gestaltet werden. Hierzu orientieren sich die Wissenschaftler eng an den physikalischen Grenzen der Funktionswerkstoffe und stimmen u.a. mit Hilfe strukturakustischer Verfahren das Eigenschaftsprofil der Bauteile und Systeme optimal auf einander ab. Strategisch eröffnet dies direkte Synergien aus der Arbeit auf den Gebieten der Adaptronik, der NVH-Problematik z.B. im Fahrzeugbau, sowie bei der Entwicklung von Software zur System- und Strukturanalyse (Prognose Software).

"Quer durch alle Anwendungsfelder in den Branchen der Automobil-, Bahn-, Luft- und Raumfahrtindustrie, Windenergie, sowie dem Maschinen- und Anlagenbau können wir dazu bei tragen Leichtbaupotenziale auszuschöpfen, Luft- und Körperschall zu reduzieren sowie gleichzeitig Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit sicher zu stellen. Wir sehen erheblichen Forschungsbedarf im Leichtbau unter Verwendung alternativer Werkstoffe und damit zusammenhängend in der Entwicklung akustischer Modellgesetze", erläutert Dr. Rainer Storm die Zielsetzung der Forschungs- und Entwicklungspartnerschaft".

Weiterer Ansprechpartner: Jörg Feuck (TUD Pressestelle) Telefon: +49 06151/164731 feuck@pvw.tu-darmstadt.de

Anke Zeidler-Finsel | idw
Weitere Informationen:
http://www.lbf.fhg.de/
http://www.lbf.fhg.de/tud-szm/

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