Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Reinigungsmittel-Dosieranlage für professionelle Waschautomaten

07.03.2006


Dass ein Wischmopp zukünftig nicht nur sauber, sondern auch porentief rein und keimfrei aus der Waschmaschine kommt, dafür hat Jens Glombik gesorgt. Im Rahmen seiner Diplomarbeit entwickelte der Absolvent des Studiengangs Mechatronik der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn eine automatische Waschmittel-Dosieranlage für professionelle Waschautomaten.



Wo Reinigungsmaschinen nicht mehr hinkommen, kommt er zum Einsatz: der Feuchtwischbezug, umgangssprachlich auch Wischmopp genannt, mit dem auch der letzte Winkel in Büros, Maschinenhallen oder Krankenhäusern gereinigt werden kann. Allerdings, nach Reinigung einer Fläche von rund 30m² ist die Reinigungskapazität des Wischmopps erschöpft und ab geht es in die Waschmaschine, nicht in eine gewöhnliche Haushaltswaschmaschine, sondern in einen Spezialwaschautomaten.



Und genau hier beginnt das Problem:Das Reinigungsergebnis hängt stark von der Art des Waschmittels, den beizufügenden zusätzlichen Chemikalien und der Dosierung ab. Werden beispielsweise Bleichmittel, Waschmittel oder Desinfektionsmittel falsch dosiert, bekommt der Wischmopp einen Grauschleier oder entspricht nicht den Hygieneanforderungen, wie sie in Kantinen oder Krankenhäusern vorgeschrieben sind, weil auch nach der Wäsche eventuell noch eine zu hohe Keimbelastung vorliegt. "Häufig wird einfach auch zuviel Waschmittel verwendet", weiß Dipl.-Wirtsch.-Ing. Christian Schneidereit, geschäftsführender Gesellschafter der Fa. Schneidereit Elektrogeräte in Solingen zu berichten," was die Umwelt und das Budget unnötig belastet. Die Reinigungskraft dosiert das Waschmittel oft nach Gefühl".

Grund genug für Christian Schneidereit, dessen Firma Profi-Waschautomaten nach Kundenanforderungen baut und an Gebäudereiniger und Altenheime mit Vollservice bundesweit verleast, das Reinigungsproblem von Wischmöppen mit wissenschaftlicher Unterstützung zu lösen: " Wir wollten ein einheitliches Waschergebnis erreichen und den Unsicherheitsfaktor Mensch bei der Dosierung von Waschmitteln ausschalten. Darüber hinaus sollten die unterschiedlichen Anforderungen der Kunden berücksichtigt und das Waschergebnis sowie die Wirtschaftlichkeit bei der Moppwäsche erhöht werden".

Hilfe erhielt er von Prof. Dr. Heinrich Reents, an der FH in Iserlohn für das Lehrgebiet Automation in der Produktionstechnik zuständig, und seinem Diplomanden Jens Glombik. Im Rahmen seiner Diplomarbeit untersuchte Glombik zunächst die Anforderungen an eine Waschmitteldosieranlage entsprechend den Vorgaben der Firma Schneidereit und deren Kunden und entwickelte darauf aufbauend einen Prototypen einer solchen Anlage, die an eine Moppwaschmaschine angeschlossen werden kann.

Mit Erfolg, wie Christian Schneidereit bestätigt: "Durch die von Jens Glombik entwickelte Dosieranlage erreichen wir ein besseres und hygienischeres Waschergebnis. Das neue Verfahren schont die Umwelt, da wesentlich weniger Waschmittel verwendet wird." Auch Heinrich Reents war mit den Leistungen seines Diplomanden äußerst zufrieden und belohnte dessen Arbeit mit der Bestnote 1,0.

In Zukunft wird sich Jens Glombik auch weiterhin mit Wischmöppen und deren professioneller Reinigung beschäftigen. Er wurde bei der Fa. Schneidereit als Jung-Ingenieur eingestellt und wird dort seinen Prototypen zur Serienreife entwickeln und für die Kunden verschiedener Branchen individuelle Reinigungslösungen erarbeiten.

Birgit Geile-Hänßel | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-swf.de/

Weitere Berichte zu: Waschautomat Waschergebnis Waschmittel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Granulare Materie blitzschnell im Bild
21.09.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Sprühtrocknung: Wirkstoffe passgenau verkapseln
01.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!

25.09.2017 | Seminare Workshops

Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am

25.09.2017 | Seminare Workshops