Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verfahren zur Vermessung spiegelnder Oberflächen

02.03.2006


Sensorschema - Quelle : 3D-SHAPE GmbH


Beispiel für die Vermessung eines Gleitsicht-Brillenglases. Links ist der lokale Flächenbrechwert (mittlere Krümmung) farbkodiert dargestellt, rechts der lokale Astigmatismus. Quelle : 3D-SHAPE GmbH


Mit Hilfe des neuen 3-D-Sensors SpecGAGE3D können spiegelnde Oberflächen wie Brillengläser, Autokarosserien, Folien, Solarzellen, Festplatten etc. schnell, flächenhaft, hochpräzise und kostengünstig vermessen werden. Dem Entwicklungslabor und der Qualitätssicherung wird damit ein Instrument zur Verbesserung des Fertigungsverfahrens zur Verfügung gestellt, wodurch sich Produktionsfehler vermeiden und damit auch die Produktionskosten senken lassen.

... mehr zu:
»Messtechnik »SpecGAGE3D »Vermessung

Messprinzip

Der neue Sensor basiert auf dem Prinzip der phasenmessenden Deflektometrie (Phase Measuring Deflectometry). Um die lokale Neigung der Oberfläche zu berechnen, projiziert eine Beleuchtungseinheit Streifenmuster mit sinusförmigen Intensitätsverteilungen auf eine Mattscheibe. Die gespiegelten Muster auf der Oberfläche des Messobjektes werden dann von einer Kamera aufgenommen. Aus der Verzerrung der Muster kann direkt die lokale Neigung berechnet und daraus die Oberflächenkrümmung abgeleitet werden. Dieses Verfahren bietet entschiedene Vorteile gegenüber höhenmessenden Verfahren, da die Messdaten nur einmal abgeleitet werden müssen. Hochfrequentes Sensorrauschen wird dadurch wesentlich weniger verstärkt als bei einer zweimaligen Ableitung, wie sie bei Höhendaten notwendig ist.


Messbeispiel

Beispiel für die Vermessung eines Gleitsicht-Brillenglases. Links ist der lokale Flächenbrechwert (mittlere Krümmung) farbkodiert dargestellt, rechts der lokale Astigmatismus.

Geräteausführung

Messprinzip
- Phasenmessende Stereo-Deflektometrie
Messfeld
- 80 x 80 mm²
Messbereich
- ± 18°
Messunsicherheit
- ± 0,02 dpt
Kalibrierung
- Das Gerät wird in kalibriertem Zustand ausgeliefert und kann von einem Servicetechniker bei Bedarf nachkalibriert werden.
Lieferumfang
- SpecGAGE3D
- PC zur Ansteuerung und Auswertung
- Ansteuerungs- und Auswertesoftware für Microsoft Windows® NT/2000/XP
Abmessungen L x B x H
- 1400 x 850 x 1900 mm

Das System wird im Rahmen der Sonderschau "Berührungslose Messtechnik" anlässlich der Control 2006 in Sinsheim, 9. bis 12. Mai, in Halle 7, Stand 7228, vorgestellt. Die Sonderschau will einen Beitrag zur Verbreiterung der Akzeptanz berührungsloser Messtechnik leisten, indem an einigen ausgewählten Exponaten die Konstruktionsprinzipien, Eigenheiten und Grenzen der neuen Messmöglichkeiten demonstriert werden. Die Sonderschau findet mit Unterstützung der P. E. Schall GmbH, den Mitgliedern des Control-Messebeirats und der Fraunhofer-Allianz Vision statt.

Fachliche Anfragen:
3D-SHAPE GmbH
Dr. Klaus Veit
Telefon: +49 9131 977 959-16
E-Mail: veit@3d-shape.com

Presse-Anfragen:
Fraunhofer-Allianz Vision
Regina Fischer, M. A.
Telefon: +49 9131 776-530
E-Mail: vision@fraunhofer.de

Die Fraunhofer-Allianz Vision ist ein Zusammenschluss von Fraunhofer-Instituten zu den Themen Bildverarbeitung, optische Inspektion und 3-D-Messtechnik, Röntgenmesstechnik und zerstörungsfreie Prüfung.

Regina Fischer M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.vision.fraunhofer.de/de/4/projekte/287.html

Weitere Berichte zu: Messtechnik SpecGAGE3D Vermessung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Mitarbeiter der Hochschule Ulm entwickeln neue Methode zur Desinfektion von Kontaktlinsen
17.07.2017 | Hochschule Ulm

nachricht Form aus dem Vakuum: Tiefziehen von Dünnglas eröffnet neue Anwendungsfelder
07.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Basis für neue medikamentöse Therapie bei Demenz

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Aus Potenzial Erfolge machen: 30 Rittaler schließen Nachqualifizierung erfolgreich ab

27.07.2017 | Unternehmensmeldung

Biochemiker entschlüsseln Zusammenspiel von Enzym-Domänen während der Katalyse

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie