Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kraftfahrzeugtechnik übernimmt Vorreiterrolle: TU Ilmenau mit erstem Qualitätsmanagementsystem in den neuen Bundesländern

26.01.2006


Als erster universitärer Forschungsbereich in den neuen Bundesländern hat das Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik der Technischen Universität Ilmenau in der angewandten Forschung ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2000 eingeführt. Die erfolgreiche Umsetzung des Systems wurde im Dezember 2005 durch ein mehrtägiges Audit des TÜV Thüringen nachgewiesen.



Das Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik arbeitet in sehr starkem Maße, auch im internationalen Maßstab, mit Unternehmen aus der Automobil- und Zulieferindustrie zusammen. Speziell Firmen aus diesem Bereich fordern von ihren Zulieferern und Projektpartnern eine Zertifizierung nach einem Qualitätsmanagementsystem. Diesen Forderungen muss sich auch eine Universität stellen, um auch zukünftig Forschungsaufträge im Rahmen von Drittmittelprojekten zu erhalten.



Die Unternehmen wissen dieses Engagement als vertrauensbildende Maßnahme zu schätzen. So kann Prof. Augsburg, der Leiter des Fachgebietes Kraftfahrzeugtechnik, darauf verweisen, dass allein in der etwa einjährigen Einführungsphase des Qualitätsmanagementsystems das Volumen der für die Industrie durchgeführten Forschungsprojekte auf über eine halbe Million Euro verdoppelt wurde.

Alle kundenbezogenen Aktivitäten stehen im Vordergrund der Qualitätssicherung. Wesentlich dabei sind die transparente Gestaltung und die Dokumentation aller Prozesse, die mit der Drittmittelkooperation, aber auch mit Forschung und Lehre im Zusammenhang stehen.

An der Einführung des Qualitätsmanagementsystems waren neben allen Mitarbeitern auch eine Reihe von Studenten beteiligt. Der Umfang richtete sich nach den Vorgaben des Standards der ISO 9001:2000 und den spezifischen Bedingungen des Fachgebietes Kraftfahrzeugtechnik, als Einheit innerhalb einer universitären Struktur. Dabei waren Abläufe zu strukturieren, Prozesse zu beschreiben, Dokumentationssysteme für Projekte umzusetzen und Überwachungs- und Kalibrierzyklen für Mess- und Prüfmittel festzulegen. Nicht zuletzt besteht ein weiterer Schwerpunkt in der ständigen und planmäßigen Qualifizierung der Mitarbeiter. Der Auditor konnte sich davon überzeugen, dass die Dokumente erarbeitet wurden und das System insgesamt von allen Mitarbeitern des Fachgebietes umgesetzt und gelebt wird. Ein jährliches Kontrollaudit wird die Nachhaltigkeit des Prozesses unter Beweis stellen.

Die entscheidenden und von der Industrie honorierten Vorteile des Systems liegen in der transparenten Gestaltung und Dokumentation aller Prozesse bei der Bearbeitung von Projekten in der angewandten Forschung.

Gültigkeitsbereich:

- Angewandte Forschung der Kraftfahrzeugtechnik
- Entwicklung komplexer mechatronischer Systeme
- Aufbau mobiler und stationärer Versuchseinrichtungen
- Untersuchungen im Bereich der Mensch-Maschine-Schnittstelle

Die Universitätsleitung, der Prof. Augsburg als Prorektor für Wissenschaft angehört, sieht die Aktivität des Fachgebietes Kraftfahrzeugtechnik beispielhaft für andere Fachgebiete und als Teil der Bemühungen der Universität an, ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem in Forschung und Lehre zu entwickeln. Diese Bemühungen um Qualität behindern in keiner Weise die Freiheit von Forschung und Lehre. Vielmehr ermöglichen sie durch strukturiertes Handeln eine höhere Leistungsfähigkeit und tragen zudem zur Generierung von Alleinstellungsmerkmalen für die Universität bei.

Kontakt/Information:
TU Ilmenau, Fakultät für Maschinenbau
Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik
Prof. Klaus Augsburg
Tel. 03677 69-3843 oder 03677 69-5011
e-mail: klaus.augsburg@tu-ilmenau.de oder prorektor-w@tu-ilmenau.de

Wilfried Nax M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-ilmenau.de/site/kft/Startseite_FG_KFT.747.0.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Innovation macht 3D-Drucker für kleinere und mittlere Unternehmen rentabel
24.03.2017 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Neues energieeffizientes Verfahren zur Herstellung von Kohlenstofffasern
13.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit

Antibiotikaresistenz zeigt sich durch Leuchten

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie