Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie aus Stoffen Werke werden

12.12.2005


Kleine Kostbarkeiten: Diamanten und gestempelte Chips

"Diamonds are a girl’s best friend" sang einst Marilyn Monroe. Stefan Rosiwal (FORCARBON) ist da völlig anderer Meinung, denn als Werkstoff sind die "Klunker" einzigartig: Sie verleihen Werkzeugen eine lange Lebensdauer, halten den Menschen "im Innersten zusammen", kühlen Leistungselektronik oder reinigen verschmutztes Wasser. Dabei stellen die Forscher den begehrten Stoff sozusagen "aus Luft" her.

Hunderte Millionen von Bauelementen müssen auf einem Chip Platz finden und es werden immer mehr. Um die Mini-Strukturen zu beherrschen, greifen die Wissenschaftler in die Trickkiste und besinnen sich auf Altbewährtes: Sie übertragen das altbekannte Prägeverfahren in die Zwergenwelt der Chips und Transistoren und stempeln die Strukturen! Wie das funktioniert, zeigen Lothar Frey und Bernd Fischer von FORNEL.

Selektion und Irritation

Seit Darwin gilt die Evolution als genialer Bauplan der Natur. Die Selektion sorgt dafür, dass sich der Stärkere gegen den Schwächeren durchsetzt. Das gilt auch für moderne Simulationssysteme, denn sie sind eine Art beschleunigte Evolution, zumindest in der Fabrikplanung und im Werkzeugbau. Die virtuellen Darwins spielen Alternativen für eine bestimmte Problemstellung durch, bis sie eine optimale Lösung gefunden haben. Und wie passt der Mensch ins "Getriebe"? Wer meint, der Mensch unterscheide sich "virtuell evolutionär" vom Roboter, den belehren Klaus Feldmann, Agus Sutanto und Matthias Brossog (FORWERKZEUG) eines Besseren.

Damit Strom sicher aus der Steckdose kommt, müssen Kraftwerksbetreiber Totalausfälle von Kraftwerken, Netzstörungen und Leistungsspitzen in die Planung ihres Kraftwerksparks einbeziehen. Mit regenerativen Energien, zum Beispiel der Windkraft, wird die Lage noch komplizierter, denn der Wind weht weder auf Befehl noch immer gleich. Ulrich Wagner, Hans Roth, Stefan Richter und Serafin von Roon geben einen Einblick in die komplexe Energieversorgung heute und morgen.

Köpfe ohne Grenzen

Wissenschaft braucht Visionen und mutige, helle Köpfe. Die bayerischen Forschungsverbünde haben das Denken in wissenschaftlichen Disziplinen verlassen, um Innovationen und Perspektiven zu schaffen. Wirtschaftspartner setzen die Forschungsergebnisse zügig in die wirtschaftliche Anwendung um; sie sichern damit Arbeitsplätze oder schaffen neue. Aber auch mehr als 40 Spin-off-Unternehmen aus den Forschungsverbünden haben den Schritt in den Markt gewagt und zahlreiche Patente sind entstanden. Die wissenschaftlichen Meriten der Verbünde erhöhen die Attraktivität des Wissenschaftsstandorts Bayern. Die wirtschaftlichen Erfolge helfen, der bayerischen Wirtschaft auch in der globalen Vernetzung nicht nur den Platz zu sichern, sondern sie auch für die Zukunft fit zu machen. Forschen im Verbund ist das Rezept der Zukunft gegen die Probleme von Morgen.

Christine Kortenbruck | idw
Weitere Informationen:
http://www.abayfor.de
http://www.abayfor.de/abayfor/presse_print/zib/index.php

Weitere Berichte zu: Evolution Forschungsverbund Verbund

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Kleben ohne Klebstoff - Schnelles stoffschlüssiges Fügen von Metall und Thermoplast
22.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke
15.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Sektorenkopplung: Die Energiesysteme wachsen zusammen

22.02.2018 | Seminare Workshops

Die Entschlüsselung der Struktur des Huntingtin Proteins

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics