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Lichtstrahlen messen Fettgehalt im Joghurt

04.10.2001


Ein fettarmer Joghurt sollte auch wirklich weniger Fett enthalten. Milchwerke überprüfen daher den Fettgehalt ihrer Produkte noch während der Produktion mit empfindlichen Messgeräten, damit die Angaben auf dem Becher stimmen. Das ist für die neuen Infrarot-Spektrometer von Siemens nur eine Einsatzmöglichkeit von vielen. Das Gerät Sinis A liefert während der Herstellung am Band oder in der Pipeline Informationen über die Konzentration zahlreicher Stoffe in Gemischen, etwa des Wassergehalts von Pommes-Frites oder des Eiweißgehalts von Milch. Das Messprinzip beruht auf der Absorption im infraroten Bereich des Spektrums. Je mehr von einem Stoff vorhanden ist, desto stärker werden bestimmte Lichtwellen geschwächt. In einem Detektor wird das Maß der Abschwächung registriert und in die genaue Konzentration des Stoffes umgerechnet. Ob Wasser, Fett oder Eiweiß - die Substanzen absorbieren charakteristische Lichtwellen. Im Sinis A wird mittels Ultraschall ein Kristall exakt für jene Lichtwellen durchlässig gemacht, die es zu untersuchen gilt. Alle zwei Sekunden ist eine Messung möglich. Bis zu sechs Messungen pro Sekunde macht dagegen das Sinis FT, das mit einem anderen Prinzip arbeitet. Hier wird der Lichtstrahl durch ein System von Spiegeln geschickt. Erstmals verwendet das Spektrometer einen rotierenden Spiegel, der auf Grund seiner asymmetrischen Bewegung unterschiedliche Längen für zwei Strahlenwege erzeugt. Die beiden am Detektor ankommenden Lichtsignale werden mittels einer komplexen Rechenoperation zu einem Spektrogramm aufbereitet, aus dem sich dann die Konzentration von Stoffen ablesen lässt. Das Gerät kann etwa bei der Produktion von Tabletten kontrollieren, ob der richtige Wirkstoff in der richtigen Konzentration vorhanden ist. Auch bei der Überprüfung der Oktanzahl von Benzin kommt Sinis FT zum Einsatz.

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