Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kompaktes Femtosekunden-Faserlasersystem mit hoher Ausgangsleistung

17.11.2005


Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat ein ultra-kompaktes Femtosekunden (fs) Lasersystem hoher Leistung entwickelt, das im Telekommunikationswellenlängen-Bereich um 1,55 µm emittiert. Der neuartige und kompakte fs-Laser ist nicht nur für die Telekommunikation, sondern auch für Anwendungen im Bereich des Rapid Prototyping, der Mikromaterialbearbeitung sowie der Frequenzmetrologie geeignet.


Kompaktes, leistungsstarkes Femtosekunden-Faserlasersystem (23 x 42 x 10 cm³)



Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat ein ultra-kompaktes Femtosekunden (fs) Lasersystem hoher Leistung entwickelt, das im Telekommunikationswellenlängen-Bereich um 1,55 µm emittiert.



Das auf einem Erbium-Faseroszillator basierende Lasersystem mit einer Pulswiederholrate von 108 MHz hat eine hohe Pulsspitzenleistung von ~ 100 kW bei einer nahezu bandbreitenbegrenzten Pulsdauer kleiner 65 fs.

Auf der Basis eines neuartigen Pulsformungsprozesses konnte mit 0,7 Watt eine siebenfach höhere mittlere Ausgangsleistung im Vergleich zu bislang demonstrierten Erbium Faseroszillatoren erreicht werden. Des Weiteren ist dieser Laser der erste, bei dem dieser Pulsformungsprozess ohne die Verwendung von Freistrahl-Komponenten realisiert werden konnte. Da dieses Lasersystem ausschließlich aus einmodigen Fasern aufgebaut ist, ist es nahezu justagefrei und liefert eine ausgezeichnete Strahlqualität (M2 < 1,1). Durch die hohen Ausgangsleistungen sind diverse Frequenzkonversionstechniken unter Umgehung von zusätzlichen Verstärkeranordnungen möglich.

Dieses kompakte fs-Lasersystem (23 cm x 42 cm x 10 cm) kann leicht in bereits bestehende Anlagen integriert werden, da die frequenzverdoppelte Wellenlänge von 775 nm mit der eines Ti:Saphir-Lasers korrespondiert. Die hohe Pulsenergie in Verbindung mit der kurzen Pulsdauer ermöglicht erstmals Anwendungen, für die bisher sehr aufwendige Festkörperlasersysteme verwendet werden mussten. So ist dieser neuartige und kompakte fs-Laser ist nicht nur für die Telekommunikation, sondern auch für Anwendungen im Bereich des Rapid Prototyping, der Mikromaterialbearbeitung sowie der Frequenzmetrologie geeignet.
Die experimentellen Arbeiten an diesem Lasersystem wurden u.a. von der deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 407 unterstützt.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de

Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Berichte zu: Ausgangsleistung LZH Lasersystem Pulsformungsprozess

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Innovation macht 3D-Drucker für kleinere und mittlere Unternehmen rentabel
24.03.2017 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Neues energieeffizientes Verfahren zur Herstellung von Kohlenstofffasern
13.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit