Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vorstellung der großen "MUM" für kleinste Teile

07.11.2005


"Mikrowerkzeug": Klein, kleiner, mikro: Immer kleiner werden die Produkte - und damit auch die Werkzeuge für ihre Herstellung BIAS


"Mikro-Napf" nennen die BIAS-Wissenschaftler dieses Gebilde. Sein Durchmesser: 1 Millimeter. Auch Werkstücke dieser Größenordnung werden heute in Serie produziert BIAS


Experten für Prozessskalierung aus ganz Deutschland tagen im BIAS/Pro-totyp der Superlative - Das Wissen um den Wechsel der Dimensionen


Von mikro bis mega oder umgekehrt - das fahrbereite Miniatur-Auto aus dem Überraschungsei ist nicht einfach nur kleiner als sein großes Vorbild. Bei seiner Herstellung treten andere Effekte auf als bei der des Originals. Je kleiner ein Werkstück wird, desto größer wird zum Beispiel die Reibung: Was in Großformat aus der Maschine auf ein Förderband fällt, bleibt als Winzling auch mal an der Maschine kleben. Ändern sich die Maßstäbe, müssen also auch die Fertigungsprozesse angepasst werden. Das Verfahren nennt sich "Prozessskalierung". Am 9. und 10. November veranstaltet das Bremer Institut für angewandte Strahltechnik (BIAS) an der Universität Bremen das 2. Kolloquium zu diesem Thema.

Mit dem Prototypen einer Mikroumformmaschine (MUM) stellt das BIAS während der Konferenz zudem seine neueste Entwicklung vor. Das sechs Tonnen schwere Großgerät zur Herstellung kleiner und kleinster Werkstücke zeichnet sich aus durch besondere Präzision, Schnelligkeit und Flexibilität. Das Laborgerät dient Forschungszwecken und wurde mit 300.000 Euro von der DFG gefördert.


Auf Initiative des BIAS-Direktors Prof. Dr.-Ing. Frank Vollertsen legte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) vor drei Jahren das Schwerpunktprogramm "Modellierung von Größeneffekten bei Fertigungsprozessen" auf. Es hat ein Fördervolumen von mehr als 6,5 Millionen Euro und umfasst derzeit knapp 30 Projekte aus den Fachgebieten Umformtechnik, Zerspanungstechnik, Werkstoffkunde und Mechanik. Nun tauschen sich die an dem Programm beteiligten Wissenschaftler, Experten aus der Forschung und Praktiker aus der Industrie in Bremen miteinander aus. Ihr Ziel ist es, Fertigungsprozesse sicher in andere Dimensionen zu übertragen.

Was Laien zunächst eher abstrakt anmutet, beschreibt Dipl.-Wirt.-Ing. Hendrik Schulze Niehoff, Prozessskalierungsexperte im BIAS und MUM-Entwickler etwas anschaulicher: "Die Ergebnisse dieser Forschungen finden sich schon in naher Zukunft in unserem täglichen Leben wieder. Zum Beispiel im Mobiltelefon, im Computer oder im Hörgerät - bis hin zur Gefäßprothese für den Bypass-Patienten." All diese Produkte würden stetig kleiner, besser und kostengünstiger - dank neuer Werkstoffe und Fertigungsmethoden, setzt er nach. Auch das Wissen um die Prozessskalierung eröffne dabei neue Dimensionen. (Sabine Nollmann)

Weitere Informationen:

Prof. Dr.-Ing Frank Vollertsen (Direktor des BIAS)
Tel.: 0421 218-50 04, E-Mail: vollertsen@bias.de

Dipl.-Wirt.-Ing. Hendrik Schulze Niehoff
Tel.: 0421 218-51 15, E-Mail: schulzeniehoff@bias.de

Dr.-Ing. Matthias Schilf | idw
Weitere Informationen:
http://www.bias.de

Weitere Berichte zu: DFG Fertigungsprozess Prozessskalierung Werkstück

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Elektrodenmaterialien aus der Mikrowelle
18.10.2017 | Technische Universität München

nachricht Metallisches Fused Filament Fabrication - Neues Verfahren zum metallischen 3D-Druck
12.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik