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Verfahren zur Herstellung von Diesel aus Abfallstoffen weiter optimiert

14.06.2005


Zusätzliche Patente für die fraktionierte Depolymerisation beantragt


Die Clyvia Technology GmbH, eine Tochtergesellschaft der Clyvia Inc., hat für das von ihr entwickelte Verfahren zur Herstellung von Heizöl und Diesel aus unterschiedlichen Abfallstoffen ein weiteres Patent beantragt. Mit der Technologie auf Basis der fraktionierten Depolymerisation ist es dem Unternehmen aus Wegberg weltweit erstmals gelungen, organische Rohstoffe und mineralische Reststoffe in Energie umzuwandeln.

Der Prozess des Crackens oder Depolymerisierens wird von Clyvia eingesetzt, um aus Altöl und Kunststoff sowie landwirtschaftlichen Rückständen hochwertige Rohwaren wie Heizöl und Dieselkraftstoff zu gewinnen. Dabei werden lange Kohlenwasserstoffketten bei etwa 400 Grad Celsius aufgespalten. Diese Fraktionen verdampfen, werden in einer Destillationskolonne fraktioniert und in einem Kondensator als Dieselöl niedergeschlagen. Inzwischen konnte das Verfahren hinsichtlich Sicherheit und Energieeffizienz weiter optimiert werden. Dazu wurde jetzt ein entsprechender Antrag beim Deutschen Patentamt eingereicht.


Mischarm im Reaktortopf verhindert die Ablagerung von Kohlenstoff

"Ein bekanntes Problem bei der Depolymerisation", so Dr. Manfred Sappok, einer der beiden Geschäftsführer der Clyvia Technology GmbH, "ist die Entstehung von Kohlenstoff, der sich in einem Röhrenreaktor als steinharte Ablagerung festsetzen kann und den Prozess schließlich stoppt. Wir verwenden daher statt der Röhre einen Reaktortopf, in dem sich ein Mischarm dreht, der Ablagerungen von der Oberfläche wieder abkratzt. Das ist vergleichbar mit dem Rühren in einem Kochtopf bei der Zubereitung von Speisen, damit diese nicht anbrennen."

Eine weitere Verfahrensoptimierung betrifft das Einbringen von Kunststoffen. Diese werden vorgewärmt, zu einer Einspritzdüse befördert und dort unter Druck in den Reaktor eingespritzt. Auf diese Weise werden die für eine gleichbleibende Produktqualität notwendigen konstanten Prozessbedingungen erzielt.

In drei weiteren, bereits vorliegenden Patenten, hatte sich das Unternehmen zuvor schon verschiedene Anlagen und Verfahren zum Destillieren, Cracken und Recyclen von Altölen und anderen Stoffen schützen lassen. Vor dem Hintergrund neuer gesetzlicher Regelungen zum Deponieren von Haus- und Gewerbemüll, die zum 1. Juni 2005 in Kraft getreten sind, gewinnt das Verfahren aktuelle Bedeutung.

Die Clyvia Inc. mit Sitz in Carson City, Nevada, USA, firmiert aktuell noch unter Rapa Mining Inc. und wird an der Deutschen Börse in Frankfurt (WKN: A0D8NC, Symbol: RKXA, ISIN: US7533182033) sowie an der New Yorker Nasdaq (OTC BB: RAPM) gehandelt.

Dr. Manfred Sappok | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.clyvia-tec.com

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