Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der "Faktor Mensch" in der virtuellen Produktentwicklung

03.06.2005


Die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung innovativer Produkte sowie die Fähigkeit, auf sich dynamisch wandelnde Märkte zu reagieren, ist eine wichtige Voraussetzung zur Aufrechthaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in einem globalen Umfeld. Verkürzte Durchlaufzeiten, Kostendruck, zunehmende Forderungen bezüglich Produkthaftung und den abgeleiteten Anforderungen aus der DIN/ISO 9001, der voranschreitenden internationalen Kooperationen zwischen Zulieferern untereinander sowie mit den Kunden führen zu einem starken Vernetzung verschiedener Unternehmenseinheiten im Rahmen eines Zuliefererverbundes oder einer Kunden/Zulieferer-Beziehung. Daraus leiten sich vollständig neue Methoden des Produktentwicklungsprozesses (PEP) ab.



Dazu gehört u.a. die zunehmende Virtuelle Produktentwicklung und das gemein-same und umfassende Management aller auf das Produkt bezogenen Informationen und deren Visualisierung. Alle Methoden basieren darauf, die Entwicklungstätigkeiten über den gesamten Produktlebenszyklus, d.h. von der ganz frühen Phase der Anforderungsaufnahme bis hin zum Recycling, und über die Bereichsgrenzen eines Unternehmens hinaus, organisatorisch und systemtechnisch zu unterstützen.

... mehr zu:
»Produktentwicklung »VPE »Virtuell


Die oben genannten Trends und Entwicklungen haben auch Auswirkungen auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Herstellern und Zulieferern, die (unter sich verändernden Rahmenbedingungen) mit der Umsetzung des Produktentwick-lungsprozesses beschäftigt sind.

Auch wenn Projektteams in der Regel mit einer guten IT-Infrastruktur ausgestattet sind, zeigt sich immer wieder, dass Projektziele, Budgets und Zeitplanungen nicht eingehalten werden und Reibungsverluste und Konflikte durch z.B. unzureichende Kommunikation oder mangelndes Wissen über unterschiedliche Kulturen entstehen.

Eine Anfang dieses Jahres am Lehrstuhl VPE der TU Kaiserslautern durchgeführte Studie hat ergeben, dass dem "Faktor" Mensch unter den bereits beschriebenen veränderten Rahmenbedingungen in der Virtuellen Produktentwicklung bisher wenig Beachtung geschenkt wurde. Auch ist nur punktuelles Wissen über die weichen d.h. psychologischen Einflussfaktoren auf die Arbeit von Teams im Umfeld von Cross Enterprise Engineering und VPE untersucht worden.

Gleichzeitig besteht aus Sicht der Wissenschaft als auch aus Sicht der Praxis ein hoher Bedarf, herauszufinden, wie sich das Arbeitsfeld des "klassischen" Ingenieurs verändert hat und stetig weiter verändert und damit verbunden die Beantwortung der Frage, welche Kompetenzen und Qualifikationen ein Mitarbeiter entweder mitbringen oder sich im Verlauf seiner beruflichen Entwicklung aneignen sollte, um unter den sich verändernden Arbeitsbedingungen optimal arbeiten und sich weiterentwickeln zu können.

Mit den genannten Themenstellungen werden sich ab Mitte dieses Jahres Vertreter von namhaften (Automobil-)Herstellern und Zulieferern im Rahmen eines inter-disziplinäres Forschungsprojekt auseinandersetzen. Unter der Organisation und Moderation des Lehrstuhls "Virtuelle Produktentwicklung" der Technischen Universität Kaiserslautern steht dabei neben dem fachlichen Austausch und gegenseitigem Lernen vor allem der Netzwerkgedanke im Vordergrund.

Thomas Jung | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-kl.de

Weitere Berichte zu: Produktentwicklung VPE Virtuell

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Schnell, präzise, aber nicht kalt
17.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neues Laserstrahl-Schweißverfahren des Fraunhofer IWS erlangt die Zertifizierung der DNV GL
16.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften