Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschung für die Produktion von morgen / Neue Technologie bei der Folienbehandlung

25.04.2005


Im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz wurde auf der Verpackungsmesse INTERPACK das Forschungsprojekt KUFOPLAS vorgestellt. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb seines Rahmenkonzeptes "Forschung für die Produktion von morgen" mit ca. 1,4 Millionen Euro geförderte und vom Projektträger, dem Forschungszentrum Karlsruhe (PTKA-PFT), betreute Projekt setzt neue Maßstäbe bei der Vorbehandlung von Kunststofffolien.


Die Projektpartner - das Fraunhofer-Institut IFAM sowie die weltweit tätigen Unternehmen Folienhersteller TREOFAN und Anlagenentwickler PLASMATREAT - haben die neu entwickelte Technologie der Oberflächenmodifizierung von Kunststofffolien über einen Zeitraum von vier Jahren gemeinsam erforscht und entwickelt. Projektziel war die Entwicklung einer innovativen Technologie zur Oberflächenmodifizierung, die gegenüber dem heutigen internationalen Stand der Technik deutliche Vorteile aufweist.

Das Stichwort heißt "Openair-Plasma-Technologie". Hierbei handelt es sich um ein von der Plasmatreat GmbH, Steinhagen patentiertes Athmospärendruckplasma-Verfahren, das mit wissenschaftlicher Unterstützung des IFAM entwickelt wurde. Das Verfahren zeichnet sich u.a nicht nur durch seine gleichmäßige und schnelle Behandlung besonders dünner Kunststofffolien aus, sondern auch dadurch, dass die spezielle Düsentechnik in bereits bestehende Anlagen und Prozesse integrierbar ist.


Die hier verwendeten Polypropylenfolien finden in den unterschiedlichsten Bereichen von Industrie und Haushalt Verwendung, wie zur Verpackung von Lebensmitteln und Zigaretten, als Etiketten oder als technische Folien in der Elektroindustrie. Bei der Weiterverarbeitung, wie z.B. beim Bedrucken, Verkleben oder Metallisieren derartiger Folien, muss die Oberflächenenergie und damit der Anteil polarer Gruppen an der Folienoberfläche erhöht werden, um eine ausreichende Haftfestigkeit zu erreichen. Der Einsatz von "potentialfreien Atmosphärendruckplasmen" soll in der praktischen Anwendung die Nachteile anderer Verfahren der Oberflächenmodifizierung ausschließen und darüber hinaus zu neuen Anwendungen führen.

TREOFAN verspricht sich vom Einsatz der neuen Technologie ein verbessertes Verfahren zur Oberflächenbehandlung der Folien, das in allen Produktgruppen angewendet und in andere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten eingebunden werden kann.

Inès Melamies | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Folie IFAM Kunststofffolie Oberflächenmodifizierung TREOFAN

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Innovation macht 3D-Drucker für kleinere und mittlere Unternehmen rentabel
24.03.2017 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Neues energieeffizientes Verfahren zur Herstellung von Kohlenstofffasern
13.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise