Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Grünen Tee mit Hochdruck behandeln: RUB ist Kernuniversität in europäischem Forschungsprojekt

19.04.2005


- Grüner Tee - mit Hochdruck in Bochum behandelt


- RUB-Maschinenbau in neuem europäischen Forschungsverbund
- Marie Curie-Stipendien der EU für Nachwuchsforscher

... mehr zu:
»Hochdruck »RUB »Tee


Nachwuchswissenschaftler, die eins der begehrten Marie Curie-Stipendien der EU bekommen, können in Bochum neue Verfahren entwickeln, um zum Beispiel grünen Tee mit Hochdruck zu reinigen und zu pulverisieren: Die Ruhr-Universität Bochum ist eine von drei Kernuniversitäten im europäischen Forschungsprojekt "Green/Clean Processing of bio active materials". Die EU fördert den Austausch junger Wissenschaftler zwischen sechs europäischen Hochschulen mit insgesamt 1,9 Millionen Euro, das Projekt beginnt am 1.7.2005.

Europäische Spitze

Beteiligt sind neben der RUB die Universitäten Maribor (Slowenien) und Nottingham (Großbritannien) als weitere Schwerpunktuniversitäten sowie die Universitäten Triest (Italien), Budapest (Ungarn) und Valladolid (Spanien). Alle Lehrstühle gehören zur europäischen Spitze auf dem Gebiet der Hochdruckverfahrenstechnik, in Bochum sind dies der Lehrstuhl für Verfahrenstechnische Transportprozesse (Professor Eckhard Weidner) und die Juniorprofessur für Partikeltechnologie und Partikeldesign (Juniorprofessor Marcus Petermann).

Neue umweltfreundliche Verfahren

In der RUB geht es vor allem darum, maßgeschneiderte Partikelsysteme herzustellen und zu untersuchen, wie sich verschiedene Stoffe in Gegenwart von Gasen verhalten. Die Nachwuchsforscher beschäftigen sich in der Fakultät für Maschinenbau der RUB mit der Verarbeitung von Naturstoffen und biologisch aktiven Substanzen. Ziel ist, neue umweltfreundliche Produkte und Verfahren zu entwickeln, zum Beispiel um Naturstoffe wie Grüntee-Extrakte zu reinigen und zu konfektionieren. Solche Verfahren sind sowohl für die Lebensmittel- als auch die Pharmaindustrie von großem Interesse.

Stipendien für 9 Nachwuchsforscher

Neun Nachwuchswissenschaftler bekommen die Gelegenheit, insgesamt drei Jahre lang an jeweils vier der beteiligten Universitäten zu forschen und ihre Dissertation anzufertigen. Zunächst steigen sie für 18 Monate in den Forschungsalltag an einer der Kernuniversitäten ein und bleiben hauptsächlich an dieser Universität, gefolgt von je dreimonatigen Aufenthalten an den beiden anderen Kernuniversitäten. In einem weiteren 12-monatigen Aufenthalt in Triest, Budapest oder Valladolid haben die Doktoranden dann die Möglichkeit, sich zu spezialisieren und ihre Kenntnisse zu vertiefen.

Europäischer Forschungsverbund

Das Know-how aller beteiligten Partner fließt in die Forschungsarbeiten der Nachwuchswissenschaftler ein. Durch den Wissenstransfer und die gemeinsame Nutzung von Forschungsressourcen entsteht so ein neuer europäischer Forschungsverbund im Bereich der Hochdruckverfahrenstechnik.

Weitere Informationen

Juniorprofessor Dr.-Ing. Marcus Petermann, Juniorprofessur für Partikeldesign und Partikeltechnologie, Fakultät für Maschinenbau der RUB, Tel. 0234/32-26442, E-Mail: petermann@vtp.rub.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

Weitere Berichte zu: Hochdruck RUB Tee

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht 3D-Bilder von Krebszellen im Körper: Medizinphysiker aus Halle stellen neues Verfahren vor
16.05.2018 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

nachricht Innovatives Verfahren zur umweltschonenden Gülleaufbereitung kommt auf den Markt
03.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics