Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aqua Society bringt Verfahren zur Trinkwassergewinnung in Krankenhäusern zur Anwendung

16.02.2005


Im Rahmen der Sanierung des staatlichen Gesundheitswesens der Elfenbeinküste kommt erstmals ein Verfahren zur Wassergewinnung aus der Luft zum Einsatz, das eine vollständig autarke Versorgung mit Trinkwasser ermöglicht. Hintergrund ist ein Exklusivvertrag zwischen dem Ministerium für Gesundheit und Bevölkerung der Elfenbeinküste und der Aqua Society, Inc., in dem das Unternehmen aus Herten damit betraut wird, alle notwendigen Maßnahmen zur Modernisierung einzuleiten.


"Unser Verfahren", so Hubert Hamm, Managing Director Research & Development bei Aqua Society, "basiert auf der Kombination von Wasseraufbereitung und Kältetechnik. Dabei wird einerseits die in der Atmosphäre gebundene Feuchtigkeit mittels Kondensation als Trinkwasserquelle genutzt und gleichzeitig die für den Kondensationsprozess notwendige Kälte zur Klimatisierung der Gebäude eingesetzt." Kombiniert wird das als "Aquamission" bezeichnete System mit konventionellen Techniken der Brauchwasseraufbereitung.

Die angewandte Technik stammt aus dem Bergbau, wo Großkälteanlagen und Wärmetauscher in mehr als tausend Metern Tiefe kühle Luft erzeugen und als Nebenprodukt Kondenswasser entsteht. Umgekehrt nutzt Aqua Society jetzt das Prinzip der Kondensation und hat ein Modul entwickelt, das der Luft möglichst viel Feuchtigkeit entzieht, um daraus reines Trinkwasser zu gewinnen. Die Geräte saugen Luft an, kühlen sie bis zum Taupunkt ab und sammeln das entstehende Kondenswasser in einem Auffangbehälter, wo es gefiltert und mineralisiert wird. Auf diese Weise entsteht Trinkwasser, das den Qualitätsnormen der WHO entspricht.


Das bislang ungenutzte Trinkwasserreservoir ist gewaltig: Mit rund 5.000 km3 enthält die Erdatmosphäre rund zehnmal mehr Wasser als alle Flüsse der Welt zusammen. "Aquamission", so Hubert Hamm weiter, "erschließt eine bisher ungenutzte Ressource und ermöglicht überall dort die Gewinnung von Trinkwasser, wo es gebraucht wird. Bei entsprechend hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit können komplexe Gebäude wie Krankenhäuser und Schulen ebenso wie ganze Dörfer oder Wohnsiedlungen mit Trinkwasser versorgt werden. Dadurch wird der Zugang zu stationären Wasserquellen wie Brunnen, Flüssen oder Seen nicht mehr zwingend erforderlich sein."

Gewaltiges Marktpotenzial - weltweite Patente angemeldet

Die an der Deutschen Börse in Frankfurt (WKN: A0DPH0, ISIN: US03841C1009) sowie an der New Yorker Nasdaq (OTC BB: AQAS) gehandelte Aqua Society, Inc. hat sich auf die intelligente Kombination erprobter Technologien und deren Optimierung für alternative Anwendungen in den Bereichen Wasser, Kälte und Energie spezialisiert. Für das Verfahren zur Trinkwassergewinnung aus der Luft wurden inzwischen alle Verfahren und Technologien zu weltweiten Patenten angemeldet.

Hubert Hamm | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.aqua-society.com

Weitere Berichte zu: Feuchtigkeit Kondenswasser Trinkwasser Trinkwassergewinnung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Mitarbeiter der Hochschule Ulm entwickeln neue Methode zur Desinfektion von Kontaktlinsen
17.07.2017 | Hochschule Ulm

nachricht Form aus dem Vakuum: Tiefziehen von Dünnglas eröffnet neue Anwendungsfelder
07.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

Spektral breite Röntgenpulse lassen sich rein mechanisch „zuspitzen“. Das klingt überraschend, aber ein Team aus theoretischen und Experimentalphysikern hat dafür eine Methode entwickelt und realisiert. Sie verwendet präzise mit den Pulsen synchronisierte schnelle Bewegungen einer mit dem Röntgenlicht wechselwirkenden Probe. Dadurch gelingt es, Photonen innerhalb des Röntgenpulses so zu verschieben, dass sich diese im gewünschten Bereich konzentrieren.

Wie macht man aus einem flachen Hügel einen steilen und hohen Berg? Man gräbt an den Seiten Material ab und schüttet es oben auf. So etwa kann man sich die...

Im Focus: Abrupt motion sharpens x-ray pulses

Spectrally narrow x-ray pulses may be “sharpened” by purely mechanical means. This sounds surprisingly, but a team of theoretical and experimental physicists developed and realized such a method. It is based on fast motions, precisely synchronized with the pulses, of a target interacting with the x-ray light. Thereby, photons are redistributed within the x-ray pulse to the desired spectral region.

A team of theoretical physicists from the MPI for Nuclear Physics (MPIK) in Heidelberg has developed a novel method to intensify the spectrally broad x-ray...

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Ferienkurs mit rund 600 Teilnehmern aus aller Welt

28.07.2017 | Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Firmen räumen bei der IT, Mobilgeräten und Firmen-Hardware am liebsten in der Urlaubsphase auf

28.07.2017 | Unternehmensmeldung

Dunkel war’s, der Mond schien helle: Nachthimmel oft heller als gedacht

28.07.2017 | Geowissenschaften

8,2 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie

28.07.2017 | Förderungen Preise