Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Für eine wettbewerbsfähigere Zellstoff- und Papierindustrie

01.02.2005


Die Eigenschaften von Holz- und Faserrohstoffen können sowohl die Qualität als auch die Kosten für mechanisch hergestellte Zellstoff- und Papierprodukte beeinflussen. Die Norske Skog ASA hat zusammen mit verschiedenen europäischen Mühlen zur Herstellung holzhaltigen Druckpapiers die im Rahmen des EUROFIBRE-Projektes gewonnenen Kenntnisse umgesetzt.



Eines der wichtigsten Ergebnisse, die im Rahmen dieses Projektes erreicht wurden, war die Bestimmung zweier Variablen, welche die beherrschenden Fichtenarten für den Mühlenbetrieb von Norske Skog entsprechend charakterisieren. Genauer gesagt werden die grundlegende Holzdichte und die Faserlänge bestimmt, da sie die entscheidenden Parameter zur Festlegung der Fichtenvariabilität unabhängig von Wachstumsstandort und -bedingung sind. Diese Erkenntnisse bilden eine solide Grundlage für die Bewertung der möglichen Weiterverwendung und der Qualität des Holzes unterschiedlicher Herkunft.



In der Praxis wird die Auswahl von Holz durch verschiedene Faktoren wie Rohmaterialkosten, Einkauf und Transport eingeschränkt. Zusätzlich entstehen durch die Zeit zwischen dem Holzschnitt und der Faserverarbeitung sowie durch die natürliche Verfügbarkeit verschiedener Kombinationen von Holzeigenschaften weitere Einschränkungen. Aus diesem Grund ermöglicht die umfassende Beschreibung aller Eigenschaften eine bessere Beurteilung des wirtschaftlichen Wertes des Holzes mit einer bestimmten Qualität, das an eine bestimmte Mühle geliefert wird.

Darüber hinaus ermöglicht die Bestimmung der Parameter, die mit den Güteklassen für Druckpapier und den Fasereigenschaften zusammenhängen, den Vergleich von Holz- und Faserverarbeitungskosten. So sind beispielsweise die Oberflächenstruktur und die optische Verarbeitung von superkalandriertem (Super Calendared - SC) Zeitschriftenpapier anders als die von Zeitungspapier. Für SC-Papiere wird Holz mit kurzen Fasern bevorzugt, während für Zeitungspapier die Stärkeeigenschaften wichtiger sind und daher lange Fasern verwendet werden.

Nach eine Reihe von Versuchen wurde festgestellt, dass die Holzauswahl anhand bestimmter Eigenschaften bereits beim Fällen möglich ist. Mithilfe der grundlegenden Dichte können die Faserlänge und der Verfeinerungsgrad bestimmter Papiereigenschaften gut vorausberechnet werden. Zusätzlich zu den gegebenen Holzeigenschaften können die Betreiber zwischen verschiedenen Verfeinerungsstufen wählen, um verschiedene spezifische Energieanwendungen auszuführen.

Auf Hochintensitätsverfeinerungsstrecken wurden realitätsgetreue Betriebstests für zwei ausgewählte Holzarten durchgeführt, mit denen die Ergebnisse der Pilotversuche bestätigt wurden. Je passender das Holz ausgewählt wird, desto geringer ist die notwendige Faserentwicklung. Infolge der Kombinationsoptimierung der Holzeigenschaften und der Faserverarbeitung werden alle Kosten zu Logistik, Transport, Kapital und Energie beeinflusst. Die viel versprechenden Ergebnisse wurden bereits in der Follum Mühle in Norwegen umgesetzt. Weitere Informationen erhalten sie auf der Internetseite des Projektes: http://www.stfi.se/research/eurofiber.htm

Jan Hill | ctm
Weitere Informationen:
http://www.stfi.se/research/eurofiber.htm
http://www.norske-skog.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Staubarmes Recycling wertvoller Rohstoffe aus Elektronikschrott
16.11.2016 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Mikrostrukturen mit dem Laser ätzen
25.10.2016 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie