Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gegen den Restschmutz: Industrieverbund für effizientere Qualitätsprüfung

29.06.2001


Restschmutz entsteht bei der Herstellung von Bauteilen und lagert sich als störender Rückstand auf den Werkstücken ab. Gerade bei kleinen, komplexen Bauteilen wird er leicht zum Problem. Ihn zu erkennen ist mit den etablierten Prüfverfahren häufig gar nicht so einfach. Dabei wäre das eine erste Voraussetzung dafür, Restschmutz zu beseitigen oder zu vermeiden und die Qualität eines Bauteils zu garantieren. Der Industrieverbund »Technische Sauberkeit funktionsgestaltender Automobilteile« hat sich zum Ziel gesetzt, die Prüfverfahren zu verbessern und ihre Ergebnisse vergleichbar zu machen.

Restschmutz ist ein Thema, das vor allem eine wachsende Anzahl von Herstellern und Weiterverarbeitern von Fahrzeugteilen beschäftigt. Er entsteht bei der Herstellung von Bauteilen und lagert sich als störender Rückstand auf den Werkstücken ab. Das Fraunhofer IPA veranstaltete dieses Jahr zwei offene Workshops rund um die Prüfung der Bauteilesauberkeit in der Qualitätskette der Automobilindustrie. Knapp drei Dutzend Teilnehmer aus Unternehmen diskutierten gemeinsam mit den Wissenschaftlern Strategien für den Nachweis der Bauteilereinheit und suchten nach neuen Wegen, die Pflege von Spezifikationen in der täglichen Praxis zu optimieren. »Alle Beteiligten stimmten darin überein, dass hier ein dringender, unternehmensübergreifender Handlungsbedarf besteht«, erklärt Christian Ernst vom IPA. »Gerade auch im Hinblick auf die technologische Entwicklung, insbesondere dem Trend zur Miniaturisierung«, ergänzt er. Vor diesem Hintergrund hat er mit seinem Team eine Projektskizze erarbeitet, wie sich die Thematik der Sauberkeitsprüfung funktionsgestaltender Automobilteile im Rahmen eines Industrieverbunds vorantreiben lässt.

Eine zunehmende Anzahl von Bauteilen wird nicht nur stetig kleiner, sondern auch immer komplexer und leistungsfähiger. Ihre Reinheit ist eine wichtige qualitative Voraussetzung für die einwandfreie Weiterverarbeitung. Selbst eine geringe Anzahl kleiner Partikel kann die spätere Funktionsfähigkeit des Produkts beeinträchtigen. Die bisher eingesetzten Prüfverfahren und Messeinrichtungen halten mit den neuen Anforderungen jedoch nicht mehr Schritt. Vor allem, wenn es um eine umfassende, produktionsnahe Kontrolle geht oder darum, die Prüfergebnisse verschiedener Hersteller direkt zu vergleichen. »Wir wollen nicht nur die Prüfverfahren verbessern, sondern auch die Standardisierung einen entscheidenden Schritt voranbringen«, nennt Ernst als wichtigste Ziele des Industrieverbunds »Technische Sauberkeit funktionsgestaltender Automobilteile«. Der Kick-off für den Verbund soll am 10. Oktober 2001 stattfinden. Geplant ist eine dreijährige Laufzeit mit Ein-Jahres-Abschnitten. 


Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dipl.-Ing. Christian Ernst
Telefon: 0711/970-1248, Telefax: 0711/970-1007, E-Mail: che@ipa.fhg.de

Dipl.-Ing. Michaela Neuner | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipa-qualification.de/de/rews.htm

Weitere Berichte zu: Bauteil Industrieverbund Prüfverfahren Restschmutz Sauberkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Innovation macht 3D-Drucker für kleinere und mittlere Unternehmen rentabel
24.03.2017 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Neues energieeffizientes Verfahren zur Herstellung von Kohlenstofffasern
13.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise