Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verringerung von Korrosionsproblemen in Heizkraftwerken

15.12.2004


Der Einsatz neuartiger Brennstoffe in kohlebetriebenen Kesseln hat zu weitreichenden Veränderungen bei der Ablagerungschemie von Brennöfen und Konvektorflächen geführt. Dies führt bei hohen Temperaturen letztendlich zu einer starken Korrosion der Oberflächen. Der Schwerpunkt des CORROSION-Projekts lag auf Überhitzer-Oberflächen. Hierbei wurde eine Antwort auf das genannte Problem gefunden, indem verschiedene bereits bestehende und neuartige Brennstoffzusätze während der Verbrennung von Biomasse getestet wurden.



In einem mit Holz beheizten Wirbelschichtkessel (Circulating Fluidised Bed Boiler - CFBB) wurden unter Verwendung verschiedener Brennstoffzusätze kurzfristige Korrosionstests durchgeführt. Diese Zusätze u.a. Kaolin, Schwefel sowie ein neuer experimenteller Zusatz - sollten die Korrosion eindämmen. Mit Hilfe von Messtechniken wie zum Beispiel der Fourier-Transformations-Infrarot-Spektroskopie (FTIR) und dem neuen Verfahren der Insitu-Alkali-Chlorid-Überwachung (Insitu Alkali Chloride Monitoring - IACM) wurden die Abgase einer weiteren chemischen Analyse unterzogen.



Es wurden Proben von zwei stark korrosionsanfälligen Stellen im letzten Überhitzerrohr im Konvektionspass sowie im Zyklonenkreislaufsiegel entnommen. Diese Ablagerungsproben wurden mit Hilfe der Analysemethoden der Rasterelektronenmikroskopie (Scanning Electron Microscopy- SEM) bzw. der energiedispersiven Röntgenanalyse (EDX) untersucht. Die Untersuchungen zeigten, dass diejenigen Zusätze, die Schwefel enthalten, die Fähigkeit besitzen, den Alkalichlorid-Anteil in den Abgasen zu verringern, ebenso wie in Ablagerungen am Überhitzer, die zu einer verringerten Korrosion führen können.

Ein wesentlicher Nachteil bei der Verwendung dieser Schwefelzusätze besteht darin, dass sie zu einer Erhöhung des SO2-Gehaltes in den Abgasen führen können. Diese chemische Verbindung ist ein Vorläufer der Sulfate, die ein wichtiger Bestandteil der eingeatmeten Partikel in der Atmosphäre sind und als potentielle Schadstoffe gelten. Darüber hinaus könnte eine erhöhte Menge an SO2 zu einer stärkeren Korrosion bei niedrigen Temperaturen führen.

Dieser Nachteil könnte jedoch durch die Verwendung eines neuartigen Zusatzstoffes ausgeglichen werden, der lediglich zur Bildung einer akzeptablen Menge an SO2 führt. Diese Testmischung erwies sich als am effektivsten ohne negative Auswirkungen. Das vermarktungsfähige Endprodukt soll Kraftwerken angeboten werden, die mit Korrosionsproblemen zu kämpfen haben.

Kontakt:

Dr. Pamela Henderson
Vattenfall Ab
Jaemtlandsgatan 99
162 87 Stockholm, Schweden
Tel: +46-8-739-5430, Fax: -6802
Email: pamela.henderson@vattenfall.com

Dr. Pamela Henderson | ctm
Weitere Informationen:
http://www.vattenfall.se

Weitere Berichte zu: Abgas Korrosion Korrosionsproblem Nachteil SO2

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Metallisches Fused Filament Fabrication - Neues Verfahren zum metallischen 3D-Druck
12.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM

nachricht Mit dem Laser durchs Gestein: Verfahren für Bohrungen in großer Tiefe senkt Kosten der Geothermie
11.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

bionection 2017 erstmals in Thüringen: Biotech-Spitzenforschung trifft in Jena auf Weltmarktführer

13.10.2017 | Veranstaltungen

Tagung „Energieeffiziente Abluftreinigung“ zeigt, wie man durch Luftreinhaltemaßnahmen profitieren kann

13.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ESO-Teleskope beobachten erstes Licht einer Gravitationswellen-Quelle

16.10.2017 | Physik Astronomie

Was läuft schief beim Noonan-Syndrom? – Grundlagen der neuronalen Fehlfunktion entdeckt

16.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren

16.10.2017 | Förderungen Preise