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Softwarequalität ist eng mit der Automatisierung von Testverfahren verbunden

09.11.2004


Im Rahmen des AGEDIS-Projekts wurden eine Methode und mehrere Softwareinstrumente für die Automatisierung von Softwaretests entwickelt, um die Softwarequalität zu steigern. Der Schwerpunkt lag hierbei auf einer Software mit verteilten Komponenten. Die gewonnenen Ergebnisse sollen Grundlage für eine effizientere und wettbewerbsfähigere europäische Softwarebranche sein.



Die für das Informationszeitalter typische schnell voranschreitende Entwicklung von Software führt zur Schaffung von zunehmend komplexeren Systemen. Deshalb spielt die Softwarequalität eine wichtige Rolle bei der Vermarktung und Nutzung des Endproduktes. Jedoch werden Softwaretests häufig manuell ausgeführt. Dies ist mit einem hohen Zeit- und Kostenaufwand und, was noch viel wichtiger ist, einer höheren Fehleranfälligkeit verbunden. Automatisierte Softwaretests hingegen sind präziser und weniger arbeitsintensiv. Deshalb wurde im Rahmen des AGEDIS-Projekts ein passendes Verfahren entwickelt, das in der automatisierten Generation und Ausführung von Prüffolgen für eine Software mit verteilten Komponenten resultierte.



Die Modellierung und Analyse der Verhaltensweisen von verschiedenen Systemen, besonders von Systemen, die auf dynamischen Prozessen und Datentypen basieren, wird mit Hilfe des Zwischenformats (IF-Intermediate Format) erreicht. Die erweiterte IF-Sprache ermöglicht die Darstellung von Testzielen und Erfassungskriterien zur Unterstützung der modellbasierten Testgeneration. Das dynamische IF eignet sich für Mehrkomponenten-Systemprozesse, die parallel laufen und mittels einer Punkt-zu-Punkt-Nachrichtenübermittlung interagieren. In der Testphase ist die Anzahl der Prozesse nicht konstant, was sich aber im Verlauf dynamisch ändern kann. Das innovative IF ist ebenso flexibel wie vielseitig und kann als Schnittstelle zu anderen Modellsprachen im AGEDIS-Testgenerator genutzt werden.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis dieses Projektes ist ein spezielles XML-Profil. Hierbei handelt es sich um die Abstrakte Prüffolge (ATS-Abstract Test Suite), welche Testanweisungen für diese Anwendung beinhaltet und verschiedene Testszenarien sowie Stimulations- und Beobachtungsserien für das getestete System einschließt. Ferner wird ATS unabhängig von der speziell verwendeten Testausführungsmaschine betrieben. Die ATS wendet nicht nur konstant die allgemein übliche Unified Modeling Language (UML) an, sondern wurde zudem noch mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet. Dazu gehören die Überprüfung asynchroner Ereignisse, der Umgang mit Umgebungsinteraktionen, die Anwendung von Ausnahmefällen und die Testparametrisierung mit kombinierten Eingabequellen, um nur einige zu erwähnen.

Thomas Rossner | ctm
Weitere Informationen:
http://www.agedis.de
http://www.imbus.de/

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