Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Moderne Verfahren für die Analyse von physiologischen Daten

03.11.2004


Die Fortschritte in der Informationstechnologie haben die Lebensqualität beträchtlich verbessert. Gleichzeitig stieg dadurch aber auch die Nachfrage nach der Entwicklung von neuen Instrumenten und Verfahren für Einbettung von Berechnungen in alltägliche Gegenstände. Mit dem EU ORESTEIA-Projekt haben Forscher dieser Nachfrage entsprochen und eine allgemeine Weltdarstellung durch die Integration von multiplen Sensordaten geschaffen.



Die Ausbreitung der Informationstechnologie auf alltägliche Gegenstände kann durch die Schaffung neuer Informationsartefakte unter Verwendung von Sensoren, mikromechanischen Systemen oder kabellosen Verbindungen erreicht werden. Die Anpassungsfähigkeit, Interaktion und Kommunikation unter- bzw. miteinander kann zu neuen, komplexeren Funktionen führen.



Das ORESTEIA-Projekt zielte auf die Schaffung eines Steuerungssystems durch eine Reihe von Artefakten mit eingebetteter hybrider Intelligenz für Gefahrenvermeidung und Wohlergehen. Zu diesem Zweck wurden im Rahmen von ORESTEIA die interne Architektur und die kollaborative Funktionalität von Artefakten entwickelt. Dabei wurden sowohl Entscheidungsfindungsfunktionen als auch anpassungsfähige Funktionen für den jeweiligen Nutzer einbezogen. Multisensorische Daten von den Nutzern und aus der Umgebung werden als Eingangsdaten für das System genutzt, wobei die sich im Laufe der Zeit ändernden Nutzerbedürfnisse berücksichtigt werden. Diese Daten können nach ihrer Untersuchung und Interpretation für die Analyse des Gesundheitszustandes oder für die Gefahrenvermeidung genutzt werden.

In diesem Zusammenhang werden verschiedene physiologische Signale wie Blutdruck, Herzfrequenz, Atmungsmenge und Körpertemperatur genutzt, um Informationen über die menschliche Gesundheit zu erlangen. Die Bewertung dieser Signale basiert in erster Linie auf deren unmittelbaren Werten und Schwankungen innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens. Das trifft aber nicht auf das Elektrokardiogramm (EKG) zu, denn hierbei handelt es sich um ein komplexes Signal, das in vielen Fällen aufgrund der typischen Geräusche bzw. der regelmäßigen Abweichungen von allgemeinen und bekannten Formen schwer zu interpretieren ist. Dies macht die Aufgabe der Festlegung von prädiktiven Variablen für die Erkennung von Abnormitäten in der Form, Länge und Amplitude der Subkomponenten des EKGs sogar noch schwieriger.

Im Rahmen des ORESTEIA-Projekts wurden stabile und schnelle Algorithmen für die EKG-Analyse entwickelt, die sich für geräuschvolle Daten eignen. Außerdem können mit dem neuen Verfahren mögliche Unregelmäßigkeiten in der Herzschlagfrequenz erkannt werden. Bei der Anwendung der Algorithmen auf echte Daten zeigte sich deren Potenzial für die Nutzung im Gesundheitswesen zur schnellen Überwachung und Diagnose in Echtzeit. Gleichzeitig wurde die Richtung für weitere Entwicklungen angedeutet.

Kontakt:

Dr. Sotiris Pavlopoulos
ALTEC S.A.
Kifissias & 71 Grammou St
151 24, Maroussi, Griechenland
Tel: +30-210-8056700
Fax: +30-210-8056706
Email: ecot@datamed.gr

Dr. Sotiris Pavlopoulos | ctm
Weitere Informationen:
http://www.altec.gr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie
11.12.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Bioverfahrenstechnik - Mit Kugeln optimal messen
01.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Goldmedaille für die praktischen Ergebnisse der Forschungsarbeit bei Nutricard

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Nachwuchs knackt Nüsse - Azubis der Friedhelm Loh Group für Projekte prämiert

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen

11.12.2017 | Medizin Gesundheit