Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gassensoren prüfen undichte Stellen schnell und sicher

22.10.2004


Neues Lecktestverfahren für die Industrie entwickelt.


Am Lehrstuhl für Messtechnik an der Universität des Saarlandes wurde unter der Leitung von Professor Dr. Andreas Schütze ein neuartiges Lecktestverfahren für die Industrie entwickelt.

Der große Vorteil des neuen Verfahrens liegt zum einen in der sehr kurzen Prüfzeit und zum anderen in der Genauigkeit des Verfahrens, das bereits kleinste Konzentrationen austretender Stoffe nachweist.


Konventionelle Lecktestverfahren dauerten bisher mehrere Tage und waren somit entsprechend teuer. Mittels der Gassensoren ist nun eine ausreichende Überprüfung innerhalb einer halben Minute möglich.

Das Verfahren wurde zur Überprüfung von fluidgefüllten Neigungssensoren direkt im Produktionsprozess entwickelt. Die geprüften Neigungssensoren werden beispielsweise in der Automobilindustrie eingebaut: Autodiebe haben damit schlechte Chancen. Denn der Sensor merkt sich beim Ausschalten des Motors, in welcher Lage der Wagen geparkt wurde und gibt bei einer Lageveränderung sofort ein Signal weiter, das dann die Alarmanlage auslöst. Das Verfahren kann aber auch an anderer Stelle, beispielsweise an Motorprüfständen für die Erkennung von undichten Stellen im Einspritzsystem oder in der Pharmaindustrie zur Prüfung von Verpackungen eingesetzt werden.

So funktioniert das neue Lecktestverfahren:

Möglich wird das neue Verfahren durch eine kleine Kammer, in welche die fluidgefüllten Neigungssensoren eingebracht werden. Die Kammer wird anschließend luftdicht verschlossen. Wenn der Neigungssensor undicht ist, treten kleinste Mengen seiner Fluidfüllung aus und verdampfen in der Kammer. Dieses Gas reichert sich nun in der Kammer an und wird nach einem bestimmten Zeitraum aus der Kammer gepustet und über einen Metalloxid-Gassensor transportiert. Dieser Gassensor erkennt bereits kleinste Konzentrationen des ausgetretenen Fluids (deutlich unter 1 ppm = parts per million). Die Widerstandsänderung zeigt nun die Leckrate des Neigungssensors an. Je länger der Neigungssensor in der Kammer verbleibt, desto genauer ist die Messung.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Andreas Schütze, Tel. 0681/302-4663, E-Mail: schuetze@lmt.uni-saarland.de

Saar - Uni - Presseteam | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de

Weitere Berichte zu: Gassensor Konzentrationen Lecktestverfahren Neigungssensor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Dresdner Forscher drucken die Welt von Morgen
08.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Neues Verfahren bringt komplex geformte Verbundwerkstoffe in die Serie
23.01.2017 | Evonik Industries AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie