Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erhöhung der Effizienz von Schiffsantriebssystemen

28.09.2004


Im Gegensatz zu anderen kommerziellen Beförderungsmitteln nutzen Schiffe im Allgemeinen aus wirtschaftlichen Gründen schwere Öltreibstoffe für ihre Antriebs- und Hilfsmotoren. Wirtschaftliche Gründe sind jedoch nicht unbedingt mit ökologischen Belangen zu vereinbaren. Deshalb hat ein finnisches Unternehmen ein neuartiges Treibstoffbearbeitungssystem entwickelt, das Schiffsunternehmen noch größere wirtschaftliche Vorteile bietet und zusätzlich dazu ökologische Schadstoffe reduziert.


Der auf Schiffen genutzte schwere Öltreibstoff erfordert eine kontinuierliche Behandlung vor dem Verbrauch im Antriebsmotor. Dies ist ein oftmals komplizierter Prozess, der in der Regel von Zentrifugenseparatoren abhängt, die sowohl hohe Installationskosten als auch regelmäßig hohe Wartungs- und Servicekosten verursachen. Verglichen mit den hohen Kosten von leichtem Dieselöl bietet der preiswertere schwere Öltreibstoff mit seinen Installations- und Wartungskosten Unternehmern jedoch langfristig wirtschaftliche Vorteile.
Als erstmals zentrifugale Brennstoffseparatoren eingesetzt wurden, waren diese äußerst effizient, da schwere Öltreibstoffe nur wenige Chemikalien, Asphaltene, Wachse und andere ätzende Partikel enthielten. Diese Tendenz hat sich jedoch verlagert, da Zentrifugenseparatoren jetzt sehr viel kleinere Maschengrößen erfordern, um Verunreinigungen über die Verbrennungszylinder zu verhindern. Dies führte schließlich ebenso zu einer Erhöhung der erforderlichen Wartungsmaßnahmen, was wiederum die gesamten wirtschaftlichen Vorteile reduzierte.

Ein finnisches Unternehmen, das drei technische Neuerungen zur Nutzung von Ultraschallenergie entwickelt hat, hofft nun, die Behandlung schwerer Öltreibstoffe durch feinere Filtration, Homogenisierung und Emulsifizierung revolutionieren zu können. Der Prozess von der Konstruktion über die Testphase hin zur Durchführung war ein ziemlich langwieriges Programm, aber es war der einzig mögliche Schritt, um ein voll funktionsfähiges Arbeitsbeispiel zu entwickeln. Deshalb wurden drei verschiedene Homogenisierungseinheiten zur Ultraschallanregung von 20kHz, 7kHz und 1kHz entworfen, gestaltet und hergestellt.

Im Institut für Schiffsbetriebsforschung wurden zwei der Homogenisierungseinheiten geprüft und ebenso eine 5-Mikrometer-Filtrationseinheit erfolgreich erprobt. All diese innovative Arbeit führte schließlich zur Herstellung einer maßstäblichen Homogenisierungseinheit für einen 10.000 KW-Schiffsmotor, der in einer Forschungs- und Prüfeinrichtung an Land erfolgreich erprobt wurde. Die Einheit wurde kürzlich an Bord eines Schiffes geprüft und dieses Pionierunternehmen befasst sich nun mit der weiteren Verbesserung von Schiffsbetriebskostensystemen und weltweiten Schiffsantriebssystemen.

Kari Laiho | ctm
Weitere Informationen:
http://www.acomarin.fi

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Schnell, präzise, aber nicht kalt
17.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neues Laserstrahl-Schweißverfahren des Fraunhofer IWS erlangt die Zertifizierung der DNV GL
16.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten