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Verbesserung der Abgasbehandlung

07.09.2004


Der Prozess der Verbrennung findet in vielen Bereichen Anwendung und ist eine bedeutende Komponente der Abfallwirtschaft. Ohne diesen Vorgang müssten Abfälle auf Deponien gelagert werden, was wiederum ein erhöhtes Sicherheits- und Gesundheitsrisiko nach sich ziehen würde. Eine neue Methode für die Abgasbehandlung wurde entwickelt, die das wirksame und umweltfreundliche Magnesiumoxid nutzt.


Die klassische Mülldeponierung umfasst das Verfahren der Stabilisierung gefolgt von der Verfestigung. Bei der Stabilisierung werden die Schad- und Schmutzstoffe in eine lösliche Form gebracht ohne ihre physische Zusammenstellung zu verändern. Damit werden die möglichen Umweltgefahren, die von Abfällen ausgehen, eingeschränkt. Bei der Verfestigung wird der Abfall durch chemische Reaktionen in feste Stoffe mit einer stabilen Bindungsstruktur umgewandelt.

Die Nutzung von Sorbenten auf Magnesiumbasis stellt hierbei eine neue Alternative für die Abgasbehandlung dar. Die Menge von Produkten auf Magnesiumbasis, die für die Neutralisierung der Schadstoffe benötigt wird, ist im Vergleich zu Produkten auf Kalziumbasis deutlich geringer. Außerdem ist die Anwendung von Sorbenten auf Magnesiumbasis sicherer und umweltverträglicher und führt zu weniger Korrosionen. Da Produkte auf Magnesiumbasis außerdem den für die geringste Löslichkeit von Schwermetallen passenden pH-Wert haben, wird die Stabilisierung erleichtert.


Am häufigsten wird für die Abgasbehandlung Trockenkalk als stabilisierender/verfestigender Reagent genutzt. Der Kalk wird mit den Ascherückständen genutzt und bildet eine zementartige Substanz. Das Recycling und die Wiederverwendung von Rückständen wie Flugasche, Asche aus der Kohleverbrennung und APC-Rückständen ist eine weitere Alternative. Die Kombination von APC-Rückständen mit gebundenem MgO bietet eine höhere Löslichkeit, aber Separation und Reinigung gestalten sich noch immer schwierig. Da APC-Rückstände als gefährlicher Deponieabfall betrachtet werden, muss die neue Methode sich als gesundheitsunschädlich erweisen und es wird einige Zeit dauern, bis das erreicht ist.

Wenn der Wettbewerb zwischen den Anbietern von Sorbenten und Reagenten aufgrund der Vorteile von Magnesiumoxid verstärkt wird, kann das auch zu einem Anstieg der Kosten für Produkte auf Kalziumbasis führen. Magnesiumoxid ist ein häufig verwendetes Produkt in Europa und bei einer Förderung dieses Produkts können sich neue Möglichkeiten für seine Nutzung ergeben. Ergebnis wäre eine weitaus sauberere und effizientere Abfallbehandlung in der Gasverarbeitungsindustrie.

Kontakt:

Géraldine Ranc
CREED
Zone Portuaire de Limay 291, av. Dreyfous-Ducas
78520 Limay, Frankreich
Tel: +33-13-0985454
Fax: +33-13-0985410
Email: granc@cgea.fr

Géraldine Ranc | ctm

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