Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Kälte mit neuem Flüssigeis CryoSol®

18.08.2004


Kältemaschinen verhindern Schweißperlen auf der Stirn und halten Lebensmittel länger frisch. Mit dem neuen Flüssigeis CryoSol®, einer leicht pumpbaren Wasser-Eis-Suspension, lässt sich mehr Kälte auf kleinerem Raum speichern als mit konventionellen Kälteträgern.



Nicht nur im Sommer ist der Bedarf an Kälte groß: Speiseeis und Bier schmecken nur gut gekühlt. Milch muss gleich nach dem Melken in den Kühlraum. Jedes Produkt erfordert eine spezielle Kältetechnik. Mit dem Flüssigeis CryoSol® können nicht nur Nahrungsmittel und Anlagen im produzierenden Gewerbe gekühlt, sondern auch Räume klimatisiert werden.



Diesen vielfältig einsetzbaren und leistungsfähigen Kälteträger haben Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen entwickelt. Das Medium ist flüssig, ungiftig und kann Kälte kostengünstig auf kleinstem Raum speichern. "Unser Flüssigeis erinnert an das bei Kindern beliebte Slush-Eis", beschreibt Christian Dötsch, Leiter der Abteilung Energiesysteme den Kälteträger, der problemlos durch konventionelle Anlagen und Rohrleitungen gepumpt werden kann. Das Flüssigeis wird in einem außen gekühlten Hohlzylinder erzeugt. Ein rotierender Eiskratzer schabt winzige Eiskristalle ab, die sich an den Wänden des Zylinders bilden. Als wässrige Suspension wandern sie in einen Speicherbehälter und sind je nach Bedarf für Kühlung und Klimatisierung nutzbar. Bisher gehört in der Lebensmittelproduktion die Kühlung mit Kaltwasser und Scherbeneis-Wasser-Mischungen zu den Klassikern.

Ende des 19. Jahrhunderts revolutionierte der Ingenieur und Unternehmer Carl von Linde mit seiner Kältekompressionsmaschine den Markt und verdrängte das bis dahin einzig gebräuchliche Natureis. Im Apparat entzieht das Kältemittel durch Verdampfen dem zu kühlenden Medium die Wärme. Wird das Kühlmittel unter Druck gesetzt, gibt es diese Wärme an die äußere Umgebung ab. Nach der Entspannung des Kühlmittels beginnt der Prozess von neuem - als geschlossener Kreis, der so auch heute noch in unseren Kühlschränken abläuft.

Auch die CryoSol-Anlage basiert auf diesem klassischen Prinzip und nutzt zugleich die Vorteile von Eis als effizientem Kältespeicher. "Die Kältekapazität ist wesentlich höher als in der klassischen Kaltwassertechnik und verbraucht deutlich weniger Energie als Scherbeneis-Wasser-Mischungen", hebt Dötsch weitere Vorteile hervor. "Bei einemEisgehalt von 40 Prozent speichert der CryoSol-Behälter eine Kältemenge, die einem fünfmal größeren Kaltwasserspeicher entspricht." Gerade bei hohem Spitzenbedarf macht sich das bezahlt. Eine Anlage dieses Typs sorgt im UMSICHT-Labor bereits für frühlingshafte Temperaturen.

Ansprechpartner:
Dr. Christian Dötsch, Telefon: 0208 / 8598-1195, Fax: -1423, christian.doetsch@umsicht.fraunhofer.de

Dr. Falk Mohasseb, Telefon: 0208 / 8598-1178, falk.mohasseb@umsicht.fraunhofer.de

Dr. Johannes Ehrlenspiel | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.cryosol.de
http://www.fraunhofer.de/presse

Weitere Berichte zu: CryoSol® Flüssigeis Kälte Kälteträger

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht UV-Kugel macht Lackieren einfach und schnell
16.03.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Vorzüge von 3D-Druck und Spritzguss kombiniert
16.03.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nachhaltige und innovative Lösungen

19.04.2018 | HANNOVER MESSE

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur optischen Kernuhr

19.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics