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Sauberes Trinkwasser durch Elektrolyse

04.08.2004


Den Angaben der Vereinten Nationen zufolge haben über eine Milliarde Menschen weltweit keinen oder kaum Zugriff auf sauberes Trinkwasser. Dieses Problem lässt sich wahrscheinlich mit einer preiswerten und effektiven Methode zur Reinigung von verschmutzten Wasservorräten beheben, die von einem katalonischen Unternehmen erfunden und entwickelt wurde.



Die Verunreinigung unseres Trinkwassers stellt ein wachsendes Problem dar. Die Gefahren für die Sicherheit des Trinkwassers können organischer, anorganischer, mikrobieller oder sogar radioaktiver Natur sein. Die Industrie und die Landwirtschaft sind zwei der größten Problemverursacher.



Unzählige Mengen an Geld werden jedes Jahr ausgegeben, um unsere Wasservorräte zu reinigen. Als Folge einer zunehmend strengeren Umweltgesetzgebung nimmt die Anzahl der vorbeugenden Maßnahmen zu. Da es aber technisch und wirtschaftlich nicht möglich ist, Verunreinigungen völlig zu vermeiden, müssen noch immer korrigierende Maßnahmen zur Dekontaminierung der Grundwasservorräte genutzt werden.

Die Suche nach neuen, effektiveren und wirtschaftlicheren Methoden hält an. Ein katalonisches Unternehmen bietet ein vielversprechendes elektrochemisches Verfahren, das auf dem Electro-Fenton-Prozess basiert. Bei diesem Prozess führt die gleichzeitige Reduzierung von Sauerstoff und Eisenionen zur Produktion von Wasserstoffperoxid in einer elektrolytischen Zelle.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren kann die neue Methode für eine größere Anzahl von Schadstoffen einschließlich nicht biologisch abbaubarer Substanzen verwendet werden. Die Tatsache, dass für die Reaktionspfade weniger Aktivierungsenergie benötigt wird, wirkt sich außerdem vorteilhaft auf Geschwindigkeit und Effizienz aus. Die Reaktionsnebenprodukte Wasser und Sauerstoff sind zudem sauber und nicht brennbar. Schließlich ist das neue Verfahren preiswerter als die bestehenden Methoden, weil die elektrolytische Zelle keine Separatoren benötigt.

Das katalonische Unternehmen möchte die vielversprechenden Forschungsergebnisse in ein echtes Marktpotential umwandeln und sucht hierfür Unterstützung. Der Prozess wurde patentiert und eine Marke wurde beantragt. Angesichts der kürzlich veröffentlichten Wasserrahmenrichtlinie der EU, die eine strengere und umfassendere Herangehensweise an das Thema Wasserqualität fordert, wird sich eine solche Technologie gut vermarkten lassen.

Dr. Juan Casado | ctm
Weitere Informationen:
http://www.carburos.com

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