Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rohrgläser fügen und formen mit CO2-Lasern

19.07.2004


Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) arbeitet zur Zeit an einem Forschungsprojekt mit dem Ziel, Rohrgläser mit dem CO2-Laser zu fügen und zu formen. Mit dem Laser und einer geeigneten Prozessentwicklung und Automatisierung sollen neue Produktionsmöglichkeiten für technische Glasbauteile wie z.B. Thermometer und Aräometer ermöglicht werden.



Die steigenden Anforderungen an die Produktqualität in der Glasbearbeitung verlangen nach einer Automatisierung des Fügens und Formens von Rohrgläsern, Arbeitsgänge, die zur Zeit wesentlich durch Handarbeit bestimmt werden. Das manuelle Fügen und Formen von Gläsern unter Einsatz von Brennerflammen verursacht deutliche Schwankungen der Produktqualität. Die Grenzen der konventionellen Techniken liegen vor allem in der Handhabung und Steuerung der Prozesse.



Die Lasertechnik bringt alle Voraussetzungen mit, technisch die Brennertechnik zu ersetzen. Vorteile der Laserstrahlung sind beispielsweise die lokale Ausrichtung der Energie auf das Werkstück und die flexible Gestaltung der Strahlgeometrie. Es entfallen ebenfalls die Nachteile eines Gasbrennereinsatzes, wie Rußbildung, gesundheitsschädliche Stäube, schlechte Flammenjustage, Explosivität und Verschleiß der Brennerdüse. Nachteilig hingegen sind erhöhte Investitionskosten für die Lasertechnik und den damit verbundenen Strahlenschutz. Diese Kosten können jedoch durch eine Qualitätssteigerung der Produkte und eine erhebliche Senkung der Ausschussrate amortisiert werden.

Die Qualifizierung der Maschinenparameter bringen nicht nur eine hohe Reproduzierbarkeit und die Erhöhung des Automatisierungsgrades, sondern auch erhöhte Verfahrgeschwindigkeiten und verkürzte Prozesszeiten. Mit Hilfe der Pyrometertechnik werden auch Verfahren zur Prozessdiagnostik und -regelung bereitgestellt, um eine industrielle Fertigung mit gesicherter Bauteilqualität zu ermöglichen.

Gesamtziel des Projektes ist, dass Glasbauteile in wirtschaftlicher Weise in gewünschter Stückzahl hergestellt werden können.

Partner in dem von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AIF) unterstützten Projekt ist das Institut für Fertigungstechnik und spanende Werkzeugmaschinen der Universität Hannover (IFW).

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: bt@lzh.de

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Schnell, präzise, aber nicht kalt
17.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neues Laserstrahl-Schweißverfahren des Fraunhofer IWS erlangt die Zertifizierung der DNV GL
16.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie

Heiße Materialien: Fachartikel zum pyroelektrischen Koeffizienten

23.05.2017 | Physik Astronomie