Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studenten der Bremer Uni entwickelten hochwertigen Schallplattenspieler

08.06.2001

Studierende des Fachbereichs Produktionstechnik der Universität Bremen präsentierten kürzlich ihr erstes eigenes Produkt - ein High-End-Präzisionslaufwerk für Schallplatten. Die vier Kommilitoninnen und Kommilitonen konstruierten und fertigten den HiFi-Plattenspieler im Rahmen eines Studentenprojekts im Hauptstudium Produktionstechnik. Dabei bewältigten sie eigenverantwortlich ein umfangreiches Aufgabenspektrum, beginnend bei der Erstellung eines Lastenheftes mit relevanten technischen Daten über die Konzeption und Entwicklung konstruktiver Detaillösungen bis zum Bau des Laufwerkes und abschließenden Messungen. Betreut wurden die Studenten von den Hochschullehrern Ekkard Brinksmeier, Fachgebiet Fertigungsverfahren, und Gert Goch, Fachgebiet Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik.

Das Ergebnis kann sich sehen und vor allem hören lassen. Gegenüber digitalen Systemen wie Compact-Discs, MiniDiscs und MP3s, die heute den kommerziellen Musikmarkt beherrschen, liefern auf analogen High-End-Laufwerken abgespielte Schallplatten eine nachweislich bessere Tonqualität und ein optimaleres Klangempfinden. Seit Jahren gibt es deshalb in der HiFi-Szene einen Kreis von Liebhabern dieser Präzisionslaufwerke. Mehrere Hersteller bieten die exklusiven Plattenspieler auf dem Markt an. Für die Entwicklung ihres High-End-Präzisionslaufwerkes überprüften die Bremer Studenten herkömmliche Konstruktionskonzepte und konzipierten ein hochwertiges, präzises Laufwerk, das in allen technischen Werten die Anforderungen nach DIN weit übertrifft. Gefertigt wurde der Plattenspieler anschließend auf den genauesten Werkzeugmaschinen der Welt, die den Studenten im Labor für Mikrozerspanung (LFM) an der Universität Bremen zur Verfügung standen. Die damit erreichte präzise Mechanik und der stabile Aufbau des High-End-Laufwerkes garantieren seine hervorragenden Klangeigenschaften. Für die ungewöhnliche Optik sorgt transparentes Acryl als Material für Chassis und Teller, das zugleich wichtige Dämpfungsfunktionen erfüllt.

Über den Verbleib bzw. die Anwendung ihres High-End-Präzisionslaufwerks haben die Studenten und Professoren noch nicht entschieden. Namhafte Fachmagazine im HiFi-Bereich bekundeten bereits ihr Interesse, das Produkt der Bremer Studenten professionell zu testen und zu bewerten. Bis dahin ist das High-End-Präzisionslaufwerk im Labor für Mikrozerspanung (LFM) an der Universität Bremen ausgestellt.

Die Studierenden sind erreichbar unter:

Jan-Helge Meyer,
Tel. 04963-917630 (bis 27.07.01) oder 0178-5300653,
E-Mail: janmeyer@uni-bremen.de
Dirk Langhuber,
E-Mail: langhuber@uni-bremen.de
Felicita Tiarks, Tel. 089-35882399 (bis 30.06.01),
E-Mail: tiarks@mechanik.uni-bremen.de
Melanie Weigend, Tel. 0421-2428491,
E-Mail: mweigend@uni-bremen.de

Die betreuenden Professoren sind erreichbar unter:

Prof. Dr.-Ing. habil. Ekkard Brinksmeier,
Tel. 0421-218 2318,
E-Mail: brinks@iwt.uni-bremen.de
Prof. Dr.-Ing. Gert Goch,
Tel. 0421-218 5515,
E-Mail: gg@biba.uni-bremen.de

Angelika Rockel | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Neues Testverfahren für Photovoltaikwafer als DIN SPEC
26.06.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

nachricht Ausweg aus dem Chrom-Verbot
30.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie