Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Scale-out für höchste Produktreinheit

13.05.2004


Mikrokomponenten in einem Flüssigkeitsverteilsystem ohne aktive Flussregulierung sorgen für effizientere organische Synthese


Flüssigkeitsverteilsystem für die effiziente organische Synthese: Das System verteilt einen Flüssigkeitsstrom gleichmäßig auf sechs verschiedene Mikromischer, ohne dass eine aktive Regelung des Flusses erforderlich ist.



Flüssigkeitsverteilsystem für die effiziente organische Synthese: Das System verteilt einen Flüssigkeitsstrom gleichmäßig auf sechs verschiedene Mikromischer, ohne dass eine aktive Regelung des Flusses erforderlich ist.



Die Institut für Mikrotechnik Mainz GmbH (IMM) hat ein flexibles System entwickelt, das einen Flüssigkeitsstrom gleichmäßig auf sechs verschiedene Mikromischer verteilt, ohne dass eine aktive Regelung des Flusses erforderlich ist. Das Flüssigkeitsverteilsystem wurde mit ausgewählten Prallstrahlmikromischern und speziell angepassten Trennschichtmikromischern als Flusswiderstände betrieben. Zum ersten Mal wurde solch ein Flüssigkeitsverteilsystem erfolgreich bei der Durchführung einer organischen Synthese am Beispiel von Essigsäure-n-butylamid verwendet. Mit dem Prototyp konnten auf Anhieb eine 88-prozentige Gesamtausbeute und eine Produktreinheit von bis zu 99 Prozent erzielt werden.

Mehr Durchsatz durch Scale-out oder Numbering-up - die Theorie klingt einfach: Es werden so viele Mikroreaktoren oder -mischer parallel geschaltet, bis die gewünschte Produktionsleistung erreicht ist. Doch in der Praxis stößt das Konzept schnell an wirtschaftliche Grenzen, denn mit der Zahl der Reaktoren steigt auch der Aufwand an Regeltechnik.

Das Flüssigkeits-Verteilsystem des IMM vereinfacht die Steuerung mikroverfahrenstechnischer Prozesse ganz wesentlich. So werden zur Verteilung von beispielsweise drei zu mischenden Komponenten auf sechs Mikromischer lediglich 3 Pumpen benötigt. Ein herkömmliches System würde 18 Pumpen erfordern. Die Verteilung der Flüssigkeit wird alleine durch den Druckverlust (ca. 120 Millibar) der Mischer gesteuert. Bei präzise gefertigten Mikromischern mit einheitlichem Druckverlust liegen die Abweichungen der Flüssigkeitsverteilung unter 5 Prozent. Dieses gute Resultat wurde durch die Auswahl des verwendeten Materials, Optimierung des Designs und des Herstellungsprozesses erzielt. Derzeit werden weitere Versionen des Flüssigkeitsverteilsystems entwickelt, die neben dem Einsatz des Trennschichtmischers auch Kombinationen mit weiteren Mikrokomponenten ermöglichen.


Die Entwicklung des Flüssigkeits-Verteilsystems wurde gefördert durch die Europäische Kommission (Projekt-Nr. G5RD-CT-1999-00123

Dr. Stefan Kurze | IMM
Weitere Informationen:
http://www.imm-mainz.de/v0/vvseitend/vvpresse/presse_detail.php?id=227

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Löschwasser mobil und kosteneffizient reinigen
18.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Staubarmes Recycling wertvoller Rohstoffe aus Elektronikschrott
16.11.2016 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der erste Blick auf ein einzelnes Protein

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Das menschliche Hirn wächst länger und funktionsspezifischer als gedacht

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zur Sicherheit: Rettungsautos unterbrechen Radio

18.01.2017 | Verkehr Logistik