Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auf dem Weg zum emissionsarmen Lackierbetrieb

11.05.2004


In der Entwicklung nachhaltiger Lacksysteme hat die BASF Coatings einen wichtigen Meilenstein genommen. Im Fokus der Innovation steht die sogenannte Reihe 68, die neben der Umweltfreundlichkeit auch über verbesserte Oberflächeneigenschaften und Verarbeitungsmerkmale verfügt.



Der vielzitierte Countdown läuft nicht nur beim Start einer Rakete. Auch in den Lackierbetrieben wird es bald ernst. Bis zum 31. Oktober 2004 müssen alle Betriebe der zuständigen Aufsichtsbehörde einen Plan vorlegen, was sie zu tun gedenken, um die Emission von flüchtigen organischen Lösemitteln – sogenannte “Volatile Organic Compounds”, kurz VOC – reduzieren wollen.



“Lange hat der Markt über die VOC-Regelungen und die immer näher rückenden Fristen zu deren Durchführung gesprochen – jetzt gibt es keinen Grund mehr für weitere Diskussionen, es wird Zeit zu handeln”, appeliert Franz-Josef Eilerts, Leiter des Geschäftsbereichs Autoreparaturlacke Deutschland der BASF Coatings.

So kompliziert und vielschichtig das Thema auch erscheinen mag – die Antwort auf die VOC-Regelungen ist eigentlich denkbar einfach. So erlaubt der Einsatz VOC-konformer Produkte für die Lackierbetriebe die notwendige Lösemittelreduzierung. Ein solches System ist das sogenannte Glasurit VOC System, welches auch ein effizienteres Arbeiten bei zugleich höchsten Qualitätsansprüchen in puncto Ausspannung, Trocknungszeiten, Schleifverhalten und Decklackstand gestattet. Mit diesem System ist heute bereits jede Lackierwerkstatt in der Lage, die Grenzwerte für November 2005 (40 Prozent Lösemittelreduzierung) sowie November 2007 (60 Prozent Lösemittelreduzierung) einzuhalten.

Die komplette Lackierung erfolgt in einem einzigen Arbeitsgang. Nach einem kurzen Vornebeln kann anschließend deckend gespritzt werden. Unter dem Strich wird 30 Prozent weniger Material benötigt, wobei auch die Zeitersparnis mit rund 30 Prozent wirtschaftlich zu Buche schlägt. Das wiederum bedeutet weniger Lackreste und geringere Lagerbestände. Auch die Trocknungszeit konnte entscheidend verbessert werden. Die zur BASF Coatings gehörende Glasurit GmbH sieht sich bereits auf der Zielgeraden zur Marktführerschaft. “Dies gilt für Nutzfahrzeuge ebenso wie für Aufbauten, Container sowie für Chassis und Busse”, verdeutlicht Eilers.

Die Rechnung könnte aufgehen, denn die ersten aus den Kreisen der Kunden eingehenden Stellungnahmen geben Anlaß zu Optimismus. “Die Umstellung war völlig unkompliziert und hat sich bereits bezahlt gemacht”, kommentiert zum Beispiel Peter Hofmann, Geschäftsführer der im oberfränkischen Mainleus ansässigen Fa. Hofmann. Darüber hinaus erfülle der Decklack sämtliche VOC-Vorgaben. “Dadurch können wir entspannt in die Zukunft blicken”, resümiert Hofmann.

Rolf Froböse |

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Forschungsprojekt zu optimierten Oberflächen von Metallpulver-Spritzguss-Werkzeugen
17.08.2017 | Hochschule Pforzheim

nachricht Umweltfreundliche Alternative zum verbotenen Hartverchromen mit Chrom(VI)
10.08.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten