Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Anwendungsbereiter Prototyp zum Galvanisieren von Massenteilen

20.02.2004


Mehr, wirtschaftlicher, sicherer, kleiner, sauberer



Schrauben und andere Verbindungselemente brauchen Korrosionsschutz. Eine galvanisch aufgebrachte Zinkschicht mit zusätzlicher Passivierung erfüllt diese Funktion. Zum herkömmlichen, platz- und energieaufwändigen Verfahren des Trommelverzinkens wird es absehbar eine wirtschaftlich und technisch weit günstigere Alternative geben. Unterstützt mit Bundesfördermitteln entwickelten Fachleute des südhessischen Oberflächentechnik-Unternehmesn SurTec gemeinsam mit Experten des Windecker Zentrifugenherstellers WMW Apparatebau ihr neues Konzept. HogMaZ steht für "Hochleistungsgalvanisieren von Massenartikeln in geschlossenen Zentrifugenanlagen". Hauptvorteil gegenüber der bisher üblichen Trommelverzinkung ist die höhere Raum-Zeit-Ausbeute. Hinzu kommen Emissionsfreiheit und niedrigerer Energieverbrauch. SurTec präsentiert den Prototypen erstmals auf der Hannover Industrie Messe vom 19.-24. April am Stand D15 in Halle 5.

... mehr zu:
»Galvanisieren »HogMaZ »Massenteil »SurTec »WMW


Mit dem HogMaZ-Anlagenkonzept entsteht ein innovativer Anlagentypus für das Galvanisieren von Massenteilen wie Schrauben und anderen Komponenten. Statt mehrerer paralleler Verzinkungsstationen mit hohem Platz- und Wasserbedarf sowie aufwändigen Ablufteinrichtungen wird HogMaZ emissionsfrei, energiegünstig und umweltfreundlich abeiten - und dabei nur wenig Standfläche belegen. Seine Funktion beruht auf dem innovativen System aus geschlossener Beschichtungszelle, Gasfilter und Zinklösereaktor. Die Entwickler von SurTec und WMW werden ihr ehrgeiziges Projekt bis Ende 2004 praxis- und anwendungsreif umsetzen. Im Prototyp erproben sie die cyanidfreie alkalische Verzinkung von 6 cm langen Schrauben in einer Charge von je 15kg. Dabei gelingt ihnen innerhalb einer Minute das Abscheiden einer über 1µm dicken Zinkschicht. Das ist bereits sechsmal schneller als in den herkömmlichen Trommelverzinkungsanlagen. Die Zwingenberger Galvanotechnik-Fachleute sind optimistisch, ihr Konzept bald auch mit anderen Elektrolyttypen zu realisieren. Der Durchsatz des Prototyps von bis zu 60kg/h ist für fertigungsintegrierte Anwendungen bereits ausreichend. Auf dieser Basis realisieren die Entwickler ihr Konzept schrittweise weiter bis hin zu Chargengrößen von 100 bis 150 kg. Der Durchsatz beträgt dann 600 kg je Beschichtungseinheit.

Hersteller von Massenteilen werden damit problemlos ihre Produkte am Fertigungsstandort galvanisieren können. Sie sparen zusätzlichen Transportaufwand zum Galvanikstandort, kostspieligen Flächen- und Energieverbrauch sowie teure Absauganlagen. Betreiber werden in absehbarer Zukunft sowohl kleine dezentrale als auch große zentrale Anlagen mit hoher Kapazität im HogMaZ-Konzept nutzen können.

Besucher der Hannovermesse finden in Halle 5-D15 in der "Welt der Oberfläche" innerhalb des Gemeinschaftstandes der ZVO (Zentralverband Oberflächentechnik) Gelegenheit sich zu informieren.

| redaktionsbüro gerd trommer

Weitere Berichte zu: Galvanisieren HogMaZ Massenteil SurTec WMW

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Ausweg aus dem Chrom-Verbot
30.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Schnell, präzise, aber nicht kalt
17.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften