Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Quarzglas inside" - Heraeus Quarzglas setzt verstärkt auf digitale Projektionstechnik

26.09.2003


Das Geschäft mit feinen Quarzglasrohren für Beamerlampen wird für Heraeus Quarzglas zunehmend interessanter. Das Hochleistungs-material aus der Hanauer Quarzschmelze ist heute schon in jeder vierten Lampe zu finden.


Die Anwendungsgebiete für Quarzglas sind mittlerweile so vielfältig geworden, dass man sie oft erst auf den zweiten Blick erkennt: Zum Beispiel bei Beamern, digitalen Projektoren, die den klassischen Overheadprojektor als Hilfsmittel zur Präsentation schon weitgehend abgelöst haben. Gerade in Beamerlampen verbirgt sich umfassendes Quarzglas-Know-how – ein interessantes und wachsendes Geschäftsfeld, vor allem in Asien, für die Heraeus Quarzglas GmbH & Co. KG, ein Tochterunternehmen des weltweit tätigen Edelmetall- und Technologiekonzerns Heraeus Holding GmbH.


Für Beamerlampen hat Heraeus Quarzglas ein hochreines Quarzglas entwickelt, aus dem am Hanauer Hauptstandort thermisch speziell behandelte Rohre mit niedrigen Alkali-Gehalten für Lampenkolben hergestellt werden. Bereits seit über zwei Jahren werden die Quarzglasröhrchen an einen japanischen Lampenhersteller geliefert, der daraus seine UHP-Beamerlampen fertigt – besonders hochwertige Lampen (ultra-high pressure), die vorwiegend in leistungsstarken Multimedia-Beamern zum Einsatz kommen.

"Wir sind einer der wenigen Hersteller weltweit, die den sehr hohen Anforderungen in punkto Reinheit und optische Qualität an das Quarzglas entsprechen können", erklärte Reinhard Sellner, Leiter der Produktlinien Standardoptik und Lampenmaterial bei Heraeus Quarzglas. Daher schätzt er die weiteren Marktchancen optimistisch ein: "Wir haben uns in diesem relativ jungen und dynamischen Markt, der jährlich zweistellige Wachstumsraten prognostiziert, bereits gut etabliert. Jetzt wollen wir unseren Anteil in Japan, wo sich die größten Lampen- und Beamerhersteller befinden und daher das größte Potenzial für uns liegt, weiter ausbauen." Dort ist Heraeus Quarzglas schon seit 1972 über den Joint-Venture-Partner Shin-Etsu Quartz Products Co., Ltd. unmittelbar präsent. In Zukunft ist auch der chinesische Markt interessant, die ersten Kontakte zu dort ansässigen Lampenherstellern sind bereits geknüpft.


Die geometrisch präzise gezogenen Quarzglasröhrchen sind außen gerade mal sechs und innen zwei Millimeter groß. Aufgrund seiner ausgezeichneten Lichtausbeute und seiner besonderen mechanischen und thermischen Stabilität ist Quarzglas das einzige Glasmaterial, das für diesen Einsatzzweck in Frage kommt. So kann es der extremen Belastung von 200 bar in der UHP-Lampe dauerhaft standhalten. Durch die hohe Energieleistung von über 300 Watt und die damit verbundene intensive Wärmeentwicklung entstehen am Lampenkolben Oberflächentemperaturen von weit mehr als 900 Grad Celsius. Hinzu kommen erhebliche Temperaturschwankungen beim Ein- und Ausschalten der Lampe, die extrem hohe mechanische Spannungen verursachen. Diesen technischen Herausforderungen ist das von Heraeus Quarzglas speziell entwickelte Glasmaterial ohne weiteres gewachsen.

Heraeus Quarzglas GmbH & Co. KG mit Sitz in Hanau und mit Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in den USA, Großbritannien, den Niederlanden, Japan, Korea, Taiwan, China sowie Singapur gehört zu den Technologie- und Marktführern für die Herstellung und Verarbeitung von hochreinem Quarzglas für die Halbleiterindustrie, chemische Industrie, Lampenindustrie sowie für die Präzisionsoptik und Lasertechnologie. Heraeus Quarzglas wies 2002 einen Jahresumsatz von 165 Millionen Euro aus und beschäftigte weltweit mehr als 1.600 Mitarbeiter.

Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen in den Bereichen Edelmetalle, Dentalwerkstoffe, Sensoren, Quarzglas und Speziallichtquellen. Mit einem Umsatz von 6,4 Mrd. € und weltweit 9.000 Mitarbeitern in über 100 Tochter- und Beteiligungsunternehmen gehört Heraeus seit mehr als 150 Jahren zu den weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen Edelmetalle und Werkstofftechnik.

Christine Müller | Heraeus Holding GmbH
Weitere Informationen:
http://www.heraeus.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Elektrodenmaterialien aus der Mikrowelle
18.10.2017 | Technische Universität München

nachricht Metallisches Fused Filament Fabrication - Neues Verfahren zum metallischen 3D-Druck
12.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise