Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Filtersiebe aus Kunststoff produzieren klares Wasser

16.09.2003


Die einfachste Form des Membranfiltrationsprinzips in der Praxis ist das Sieb. Siebe werden schon seit Jahrtausenden zum Ausfiltern von Schadstoffen oder zum Entfernen von gröberen Materialien aus feineren verwendet. Durch Anwendung moderner Technologien sind inzwischen hoch entwickelte Formen dieses Verfahrens entstanden, die für vielfältige Zwecke einsetzbar sind, insbesondere für die Wasserreinigung. Eine jüngst vollzogene Rückkehr zu den einfacheren Formen der Membrantechnologie, die in ihrem Aufbau dem klassischen Sieb näher sind, bietet bei der Wasserreinigung bessere Ergebnisse.


Die Membran besteht aus einem etwa zwei Meter langen Kunststoffrohr. Das Rohr hat einen Durchmesser von zwei Millimetern und ist mit winzigen Öffnungen versehen. Diese Öffnungen sind eigentlich mikroskopisch kleine Poren, die klein genug sind, um Partikel zurückzuhalten, die sich im Wasser befinden, aber groß genug, um Mikroorganismen und Zersetzungsprodukte passieren zu lassen.

Im Gegensatz zu vielen der heute eingesetzten klassischen Membransysteme kommt dieses System ohne Additive wie z.B. chemische Verbindungen aus, die sonst zur Unterstützung des Separationsprozesses benötigt werden. Es arbeitet rein mechanisch, also auch ganz ohne elektronische Komponenten, die seine Herstellung sowie auch seine Instandhaltung verteuern würden.


Der Prozess beginnt durch einfaches Eintauchen des Geräts in das Roh- oder Schlammwasser. Das gefilterte Wasser wird durch das Innere der Rohre und des Sammlers gesaugt. In diese "Membranblock" wird Luft eingeblasen, um ein Zusetzen des Geräts durch Schmutzstoffe zu verhindern. Das System wurde in Deutschland bereits erfolgreich getestet, und in Kürze soll hier eine Demonstrationsanlage in Betrieb genommen werden.

Die Wasserqualität ist das alles überragende Kriterium bei der Wasserreinigung, und in dieser Hinsicht ist das neue System allen anderen durch seine besseren Reinigungsleistungen klar überlegen. Während andere Systeme kostspielig in der Installation, im Betrieb oder in der Wartung sind, ist diese Entwicklung in jeder Hinsicht kosteneffektiv. Die Entwickler dieses patentierten Systems sind auf der Suche nach Industriepartnern, die auf dem Gebiet der Abwasseraufbereitung tätig sind.

Kontakt:

ZENIT - Zentrum fur Innovation & Technik
in Nordrhein-Westfalen GmbH
Dohne 54, P.O. Box 102264
45468 Mulheim
Tel: +49-208-3000444
Fax: +49-208-3000461
Email: sw@zenit.de

Sabrina Wodrich | ctm
Weitere Informationen:
http://www.zenit.de

Weitere Berichte zu: Kunststoff Sieb Wasserreinigung Öffnung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung
28.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Zeolith-Katalysatoren ebnen den Weg für dezentrale chemische Prozesse: Biosprit aus Abfällen
28.06.2017 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ultra-sensitiv dank quantenmechanischer Verschränkung

28.06.2017 | Physik Astronomie

Chemisches Profil von Ameisen passt sich bei Selektionsdruck rasch an

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Umfangreiche Fördermaßnahmen für Forschung an Chromatin, Nebenniere und Krebstherapie

28.06.2017 | Förderungen Preise