Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kupplung für das Betanken von Fahrzeugen mit Flüssigwasserstoff

03.09.2003


Fraunhofer IPA koordiniert die gemeinsame Entwicklung von GM/Opel und BMW. General Motors/Opel und die BMW AG haben ein offenes Konsortium gegründet, um eine standardisierte automobilgerechte Flüssigwasserstoff-Kupplung zu entwickeln. Mit der Projektkoordination wurde das Fraunhofer IPA beauftragt.



Wasserstoff ist der Energieträger, der das größte Potenzial besitzt, zukünftig als Kraftstoff in Fahrzeugen genutzt zu werden. Die höchste Energiedichte besitzt er als tiefkalte Flüssigkeit. Aufgrund seiner Temperatur von -253 °C ist das alltagstaugliche Betanken eine zentrale technische Herausforderung. Vor diesem Hintergrund haben General Motors/Opel und die BMW AG ein offenes Konsortium gegründet, um eine standardisierte automobilgerechte Flüssigwasserstoff-Kupplung zu entwickeln. Damit die Kunden nicht mit verschiedenen Systemen konfrontiert werden, soll ein weltweiter Standard entstehen.



Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA wurde von diesem Konsortium beauftragt, die Projektkoordination zu übernehmen. Als Partner der Industrie für Vertragsforschung entwickelt und optimiert das Fraunhofer IPA Lösungen für die unterschiedlichsten ingenieurwissenschaftlichen Aufgabenstellungen. In der Vergangenheit wurden u. a. Projekte zur automatischen Fahrzeugbetankung sowie zur Fertigung von Brennstoffzellen- und Wasserstoffsystem-Komponenten bearbeitet.

In einem ersten Projektschritt wurde durch das Konsortium eine Spezifikation für eine Flüssigwasserstoff-Kupplung erarbeitet. Nunmehr steht die Auswahl möglicher Technologiepartner an. Neben dem Know-how über tiefkalte Gase (Kryotechnik) ist Kompetenz in der Entwicklung von Kupplungssystemen gefragt. Darüber hinaus sind technische Details hinsichtlich der Materialauswahl, der thermischen Isolierung sowie in Bezug auf die Sicherheitstechnik zu bearbeiten. Die zu entwickelnde Flüssigwasserstoff-Kupplung lehnt sich an den Richtlinienentwurf des European Integrated Hydrogen Project (EIHP) an. Die Entwürfe des EIHP sind die Grundlage der entstehenden ECE-Richtlinien für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge.

Firmen, die an der Entwicklung interessiert sind, erhalten beim Fraunhofer IPA weitere Informationen.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dipl.-Ing. Hannes Dobler, Telefon: 0711/970-1135, E-Mail: dobler@ipa.fraunhofer.de

Jörg-Dieter Walz | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: EIHP Flüssigwasserstoff-Kupplung Konsortium Motors/Opel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Innovation macht 3D-Drucker für kleinere und mittlere Unternehmen rentabel
24.03.2017 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Neues energieeffizientes Verfahren zur Herstellung von Kohlenstofffasern
13.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE