Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bakterien restaurieren italienisches Fresko aus dem Mittelalter

30.06.2003


Ein italienisches Fresko aus dem Mittelalter, das nach einem Unfall seit 50 Jahren mit Leim bedeckt war, konnte nun restauriert werden, nachdem entdeckt worden war, dass Bakterien diese Arbeit besser als jedes Lösungsmittel erledigen können.



Das Fresko "Bekehrung des Heiligen Efisius" von Spinello Aretino schmückte den Friedhof "Camposanto" in Pisa, bis er im 2. Weltkrieg durch Bomben zerstört wurde. Sofort danach wurden Restaurierungsversuche unternommen, jedoch führte eine Technik, bei der mit Hilfe von organischem Leim und Leinwand die Fresken vollständig intakt von der Wand abgelöst werden sollten, dazu, dass ein Gemälde mit einer Leimschicht bedeckt wurde. Kunstrestauratoren haben jahrelang vergeblich versucht, den Leim zu entfernen, haben aber nur wenige Fortschritte erzielt. Letztes Jahr wurden sie sogar beschuldigt, das Gemälde beschädigt zu haben, als sie es mit einem starken Lösungsmittel versuchten.

... mehr zu:
»Bakterien »Fresko »Gemälde »Mittelalter


Wissenschaftler der Universität von Mailand demonstrierten, dass Bakterien der Spezies "Pseudomonas stutzeri" innerhalb von ca. zehn Stunden 80% des Leims vertilgen konnten, wenn sie mit Wasser und Watte auf das Gemälde aufgetragen wurden. 26 Quadratmeter des Freskos wurden inzwischen wieder freigelegt. Das Gesamtwerk wird voraussichtlich nächstes Jahr wieder auf dem Friedhof zu sehen sein.

Claudia Sorlini, Professorin der Universität von Mailand, wird zusammen mit Kollegen aus ganz Europa mit den Bakterien andere Kunstwerke restaurieren, angefangen mit den antiken griechischen Monumenten in der Ausgrabungsstätte Epidaurus.

| cn

Weitere Berichte zu: Bakterien Fresko Gemälde Mittelalter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Schnell, präzise, aber nicht kalt
17.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neues Laserstrahl-Schweißverfahren des Fraunhofer IWS erlangt die Zertifizierung der DNV GL
16.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten