Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

RUB-Maschinenbau: Neue Katalysatoren sollen Schadstoffe senken

22.05.2003


Forschungsprojekt in der Fakultät für Maschinenbau


Katalysatoranlage in der Bochumer Fakultät für Maschinenbau


Zusammenarbeit in Europa und den USA


Energieumwandlung ohne schädliche Abgase: Das ist Ziel eines internationalen Forschungsprojektes, in dem die Fakultät für Maschinenbau der Ruhr-Universität Bochum mit Unternehmen, Universitäten und Instituten in Europa und den USA zusammenarbeitet. Die Wissenschaftler wollen bis 2005 Katalysatoren entwickeln, in denen Energieträger nahezu ohne Schadstoff-Emission verbrennen. Das Gesamtvolumen des Projektes beträgt 6,7 Millionen Euro. Mit 2,4 Millionen Euro beteiligt sich die Europäische Union an der Finanzierung.

Geringere Umweltbelastung


Um Energie aus Brennstoffen zu gewinnen, werden diese bisher in Flammen verbrannt. Bei Temperaturen über 1.500 Grad Celsius entstehen dabei schädliche Stickoxide, also Verbindungen von Stickstoff und Sauerstoff. Je höher die Temperatur, umso größer die Umweltbelastung. Ersetzen aber Katalysatoren das herkömmliche Feuer, könnten bei geringeren Temperaturen um die 1.200 Grad Celsius die gleichen Energiemengen erzeugt werden. Bisher gibt es jedoch noch keine Katalysatoren, die einer solchen Belastung standhalten. Zwar wären die neuen Verbrennungskatalysatoren mit denen im Auspuff von Autos vergleichbar. Aber sie würden nicht im Abgas sondern im Motor selbst unter wesentlich höheren Temperaturen eingesetzt werden.

Neues Material gesucht

Die Wissenschaftler brauchen daher hitzebeständige Materialien und neue technische Verfahren zur Umsetzung, die nun in den nächsten drei Jahren entwickelt werden sollen. Bochumer Ingenieure vom Lehrstuhl für Energieanlagen und Energieprozesstechnik forschen dafür gemeinsam mit Experten aus Frankreich, Italien, England, Schweden, der Schweiz, Deutschland und vom bekannten Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Nutzung für Stromerzeugung

Geplant ist, die neuen Verbrennungskatalysatoren zum Beispiel in Gasturbinen, die Strom produzieren, einzusetzen. Bewährt sich das System in statischen Anlagen, könnte es zukünftig u. a. in Flugzeugtriebwerken eingebaut werden. In der Fakultät für Maschinenbau wird schon die Erforschung selbst genutzt: Studierende werden sich an den Untersuchungen beteiligen, lernen so innovative Verfahren kennen und erhalten eine praxisnahe Ausbildung.

Weitere Informationen

Dr. Iris Bertozzi, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Fakultät für Maschinenbau, Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-27265, E-Mail: iris.bertozzi@ruhr-uni-bochum.de

Dr. Josef König | idw

Weitere Berichte zu: Katalysator Maschinenbau RUB-Maschinenbau Schadstoff Temperatur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Neues energieeffizientes Verfahren zur Herstellung von Kohlenstofffasern
13.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Dresdner Forscher drucken die Welt von Morgen
08.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen