Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Umkehrelektrolysesystem zur Metallrückgewinnung

08.04.2003


Ein ungarisches Unternehmen hat einen neuartigen Metallrückgewinnungsprozess entwickelt und für die Galvanisiertechnik realisiert, der sich schon in weniger als vier Jahren bezahlt machen kann.


Beim Galvanisieren werden Objekte in ein chemisches Bad eingebracht und mit dem Minuspol einer Spannungsquelle verbunden, während das Beschichtungsmaterial mit dem Pluspol verbunden wird. Dadurch fließt ein elektrischer Strom, aufgrund dessen die Atome des Beschichtungsmaterials - der Anode - durch das Bad fließen und sich an der Katode anlagern. Beispiele für die Galvansiertechnik sind chrombeschichtete Auto-Stoßfänger, Bestecke und Billigschmuck .

Nach dem Produktionszyklus verbleiben Metallionen des Beschichtungsmaterials im Bad zurück, und diese Kontaminationen werden als Galvanoschlammrückstände bezeichnet. Bei dem neuen Rückgewinnungsprozess wird der elektrische Strom umgekehrt, so dass die Anode zur Katode wird und die Metallionen in der chemischen Lösung in der Lage sind, sich wieder an das Beschichtungsmaterial anzulagern. Die Rückgewinnungsanlage bewirkt eine Rückgewinnung von 90% der Metallionen aus den Wirtschafts-Spülbehältern und reduziert so den Metallverlust auf nur noch 1-2%.


Außer den bekannten Metallen wie Gold, Silber, Nickel, Chrom und Zink lassen sich mit dieser Technologie auch Chlorid- und chloridionenfreie Lösungen zurückgewinnen. Das Verarbeitungssystem arbeitet völlig autonom, und ein weiterer Vorteil dieses Rückgewinnungsprozesses ist die Reduktion der anfallenden Mengen an Galvanoschlamm, die entsorgt werden müssen. Außerdem sind heutige konkurrierende Rückgewinnungstechnologien unwirtschaftlich, während bei dieser Methode eine Konzentration von Lösungen verwendet wird, so dass innerhalb von 3 bis 4 Jahren ein rentabler Betrieb erreicht werden kann.

Diese umweltfreundliche Anlage, die große wirtschaftliche Vorteile bietet, ist bereits auf dem Markt und wird ständig weiterentwickelt. Nicht nur Galvanisierbetriebe, sondern auch Unternehmen aus der Metallverarbeitung und/oder aus dem Maschinenbau, die eine eigene Galvanisierabteilung betreiben, könnten die Technologie einsetzen. Es wird ein Lizenzabkommen angestrebt.

Kontaktangaben
Peter Mogyorosi (Dr)

Laser Consult Ltd.
Director
József A. sgt. 130
PO Box 1191
6701
Szeged
HUNGARY
Tel: +36-62-562782
Fax: +36-62-562783
E-Mail: laserconsult@mail.tiszanet.hu

| Cordis
Weitere Informationen:
http://www.laserconsult.hu/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Projekt CeGlaFlex: Hauchdünne, bruchsichere und biegsame Keramik und Gläser
24.04.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Löschbare Tinte für den 3-D-Druck
24.04.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie