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Ein elektronischer Blindenstock

22.01.2003


René Farcy, Physiker am französischen Forschungszentrum CNRS, hat 8 Jahre lang an einem elektronischen Blindenstock geforscht. Jetzt sind die ersten Prototypen einsatzfähig. Es handelt sich dabei um einen ganz normalen Blindenstock, der mit einem elektronischen Gerät und Kopfhörern gekoppelt wird.

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Das Gerät, das nicht größer als eine Fernbedienung ist, emittiert einen Laserstrahl, mit dem die umliegende Gegend erforscht wird. Es wurden bereits zwei verschiedene Modelle entwickelt. « Tom Pouce » ertastet Hindernisse in einem Radius von 4 Metern und gibt die Informationen per Vibrationen wieder. « Tététact » erkennt den Raum bis zu einer Entfernung von 15 Metern wesentlich präziser und kann sogar Profile und Formen « sehen ». Die Informationen werden dem Benutzer per Ton übermittelt, unter anderem durch die Frequenz. Je höher der Ton, desto näher befindet sich ein Objekt. Es ist vorgesehen, diese beiden Modelle in einem einzigen Apparat zu integrieren.

Eine 40-stündige Ausbildung ist notwendig, um die Signale der beiden elektronischen Blindenstöcke korrekt zu identifizieren und die Informationen für die Orientierung und die Fortbewegung dann in die Praxis umzusetzen.


In Frankreich wird die Zahl der Blinden, die die notwendigen Fähigkeiten besitzen, um diesen elektronischen Stock zu nutzen, auf 6000 bis 10000 geschätzt (die Zahl der Blinden, die sich bewegen können, beträgt 50000).

Die bisherigen Benutzer sind mit dieser elektronischen Hilfe sehr zufrieden. Sie bietet jetzt Blinden die Möglichkeit, sich an einem Ort, der sich oft verändert oder an dem keine großen Anhaltspunkte vorhanden sind, zurechtzufinden.

Kontakt: René Farcy (CNRS/LIMSI)
@ : rene.farcy@lac.u-psud.fr
Tel.: : +33 1 69 35 20 86

Quelle:
Wissenschaft-Frankreich 23, 22.01.2003
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Michel Guichard | Wissenschaft Frankreich

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