Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sonnenlicht kühlt Milch

04.12.2002


Energie kommt direkt aus photovoltaischem System



Das spanische Unternehmen Tarre kühlt Milch mit Sonnenenergie. Tarre hat in Kooperation mit der Universidad Publica de Navarra einen ersten Prototyp zur Milchkühlung entwickelt. Die Energie erhält das System direkt von einem photovoltaischen System. Batterien werden nicht mehr benötigt, berichtet Basque Research.

... mehr zu:
»Energiebedarf »Milch


Der Prototyp besteht aus zwei konzentrischen, zylindrischen Tanks in einer einzigen Struktur: Der erste Tank ist eine Kühlkammer für die Milch, der zweite Tank enthält gefrorenes Wasser. In diesem System befindet sich der Milchtank im Behälter mit gefrorenem Wasser. Auf diesem Weg wird die Milch ohne den Einsatz eines Pumpsystems gekühlt.

Eine Herausforderung bei der Entwicklung stellen die Zeitunterschiede des größeren Energiebedarfs direkt nach dem Melken und dem photovoltaischen Generierungsprozess, also wenn genug Sonnenstrahlung vorhanden ist, dar. Diese Unterschiede machen ein Speichersystem für Solarenergie nötig. Vorgeschlagen wurde alternativ zu gewöhnlichen elektrochemischen Batterien, die nicht nur teuer sind, sondern auch giftige Elemente enthalten, die Verwendung von Energie, die während der Konversion von Eis zu Wasser produziert wird.

Neu ist auch das photovoltaische Konzept zur Kühlung. Das photovoltaische System ist direkt mit dem Milchtank verbunden und macht ein dazwischen geschaltetes Energieaufbereitungssystem oder Mikroprozessoren hinfällig. Laut Forschern reduziert sich dadurch der Energiebedarf, was der Tatsache Rechnung trägt, dass Milch eine bestimmte Zeit lang auf vier Grad Celsius gekühlt werden muss und diese Temperatur, bis die Milch aus der Kühlkammer entnommen wird, erhalten bleiben muss.

Das System ermöglicht eine Lagerung von zweieinhalb Tagen, wenn der Tank zu 80 Prozent mit Eis gefüllt ist. Laut Maria Angeles de Blas von der Universidad Publica de Navarra sind die Ergebnisse der Kühlwirkung des neuen Systems mit jenen herkömmlicher Systeme, die elektrochemische Batterien zur Energiespeicherung verwenden, zu vergleichen. Zudem einigte sich das Team auf zwei Kühlsysteme, ähnlich, aber unabhängig. In Abhängigkeit des Energiebedarfs und der gespeicherten Sonnenenergie arbeitet nur ein System oder beide. Ist die Sonneneinstrahlung hoch, speichert das System Energie. Diese Energie wird für das nächtliche Melken verwendet.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.unavarra.es
http://www.basqueresearch.com

Weitere Berichte zu: Energiebedarf Milch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile
19.01.2017 | Fraunhofer IFAM

nachricht Löschwasser mobil und kosteneffizient reinigen
18.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise