Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rapid-Prototyping: Neues Verfahren beim direkten Lasersintern

03.12.2002


Das direkte Lasersintern wird zunehmend zur Herstellung von kleinen Funktionsbauteilen für den Prototypenbau und die Einzelteilfertigung eingesetzt. Auf diese Weise können nicht nur Modelle unmittelbar aus dem CAD-Datensatz erstellt werden, sondern sogar einfache Funktionsmuster erzeugt werden.



In den letzten Jahren haben sich zwei unterschiedliche Pulverauftragsmechanismen am Markt etabliert. Zum einen wird eine Walze, zum anderen ein Rakel zum Auftragen einer Pulverschicht eingesetzt.

... mehr zu:
»LZH »Rapid-Prototyping


Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat ein Alternativverfahren zu diesen Auftragsmechanismen konzipiert und entwickelt. Es beruht auf einer neuartigen Rollentechnik, die es erlaubt das Pulver vor dem eigentlichen Auftragen zu kompaktieren. Dadurch kann eine geringere Porosität und eine höhere Qualität der gesinterten Formen erzielt werden, was auch der Funktionstauglichkeit entgegen kommt
Erste Ergebnisse mit Titanpulver weisen derzeit eine Schichtstärke von 80 µm auf. Es wurden zuerst einfache geometrische Körper wie Kreise und Rechtecke erzeugt, ohne einen signifikanten Verzug der Bauteile. Das gleiche positive Ergebnis konnte auch mit Eisenpulver erzielt werden, und in naher Zukunft soll die Werkstoffpalette erweitert werden.


Zur Prozessoptimierung wurde eine eigens für diesen Prozess umluftunabhängige Prozesskammer entwickelt, die erlaubt, die Prozessatmosphäre auf den jeweilig eingesetzten Werkstoff optimal abzustimmen. Somit stellt dieses Verfahren einen neuen Ansatz zum Laserstrahlsintern dar und ergänzt die bestehenden Maschinenkonzepte.
Die Einsatzmöglichkeiten der nach diesem Verfahren hergestellten Teile sind vielfältig, wobei der Schwerpunkt im Bereich der Mikromechanik liegt, mit einer maximalen Bauteilgröße von 50*50*50 mm3.

Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Für mehr Information:

Laser Zentrum Hannover e.V.
Herr Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: bt@lzh.de

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Berichte zu: LZH Rapid-Prototyping

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Staubarmes Recycling wertvoller Rohstoffe aus Elektronikschrott
16.11.2016 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Mikrostrukturen mit dem Laser ätzen
25.10.2016 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie