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Zerstörungsfreie Trennung von Glasklebungen

22.10.2002


Verfahren für die zerstörungsfreie Analyse und Trennung von Glasklebefugen wird vom 28. Oktober bis 1. November 2002 auf der glasstec in Düsseldorf vorgestellt.


Glasklebefugen können zerstörungsfrei analysiert und getrennt werden



Mit UV-härtenden Klebstoffen lassen sich heute dauerhafte Verbindungen von Glas mit unterschiedlichsten Materialien herstellen, die beispielsweise beim Ladenbau und in der Möbelindustrie vielfältige neue Möglichkeiten schaffen. Sogar große Vitrinen und tragende Glasteile und -wände lassen sich heute ohne Bohrung und Schrauben verbinden. Auch für kritische Bereiche wie Feuchträume und für Verklebungen von Verbundsicherheitsglas bieten innovative Klebtechniken technologische Lösungen. An eine schadensfreie Prüfung der Klebverbindung oder gar Trennung der einzelnen Komponenten war bislang nicht zu denken. Mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" (AiF) hat die Bohle AG jetzt zusammen mit der Innovent e.V. Technologieentwicklung in Jena Verfahren für die zerstörungsfreie Analyse und Trennung von Glasklebefugen erarbeitet, die in der Branche gegenwärtig einzigartig sind.



Die Neuentwicklung ermöglicht erstmals In-situ-Analysen der Aushärteverläufe an Glasklebefugen, die Optimierung der notwendigen UV-Belichtungszeiten und Langzeitkontrollen von Klebeverbindungen. Klebstoffe können zertifiziert und hinsichtlich ihrer Eignung für bestimmte Anwendungsgebiete charakterisiert werden. Das neue Verfahren lässt durch das thermische Trennen und chemische Lösen von Glasklebefugen erstmals die Abtrennung einzelner Anbauteile von komplexen Glaskonstruktionen zu, ohne die einzelnen Elemente zu schädigen. Fehlklebungen infolge falscher Positionierung oder bei Auftreten sichtbarer Luftblasen können gelöst und nachträglich korrigiert werden, ohne dass Glasteile zerstört werden. Ebenso ist es möglich, ein Metallteil von einer gesprungenen Glasplatte zu entfernen, um es wiederzuverwenden.

Seit 1923 stellt das Unternehmen Bohle Werkzeuge für die Glasverarbeitung her. Daneben produziert und vertreibt die Firma aus dem nordrhein-westfälischen Haan Erzeugnisse für die Glaskunst und Bildeinrahmung. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Glasklebetechnologie.

Ansprechpartner:

Frank Ruzicka
Bohle AG
Tel.: 02129 5568-275
E-Mail: fruzicka@bohle.de

Silvia Behr | idw

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