Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Von Labordemonstratoren über Systeme zu unverzichtbaren Prozessanlagen

16.08.2002


Mikroreaktoren entwachsen den Kinderschuhen – Anlagenkonzepte treten in den Vordergrund


Teststand für die Wasserdampfreformierung von Propan


Mikrostrukturierter Katalysatorträger für einen Test-Reaktor zur Propan-Wasserdampf Reformierung



Mikroreaktoren sind schon heute wertvolle Informationsgeber der Prozessentwicklung im Laborbereich. Laut einer Studie der Yole Développement aus Lyon (F) und der Institut für Mikrotechnik Mainz GmbH (IMM) liegt die Bereitschaft von Industriekunden solche Mikroreaktionskomponenten für die chemische Prozessentwicklung zuzukaufen, schon dieses Jahr weltweit bei 36 Millionen Euro. Die angenommene jährliche Zuwachsrate von 3% folgt dabei einem konservativen Ansatz. Für ausgewählte chemische Prozesse – vor allem im Bereich von Spezialchemikalien – lassen sich Mikroreaktoren auch für die Produktion verwenden. Die Studie prognostiziert, dass schon ab 2005 Mikroreaktoren als Prozessanlagen in größerem Umfang für die industrielle Produktion eingesetzt werden. Das IMM ist bestens gerüstet: Komponenten werden in Kleinserien an Industriekunden verkauft und kundenspezifische Systeme werden für unterschiedliche Prozesse in gemeinsamen Industrieprojekten entwickelt.

... mehr zu:
»IMM »Mikroreaktor »Prozess »Prozessanlage


Der proklamierte Aufbau ganzer chemischer Fabriken „im Aktenkoffer“ wird allerdings Fiktion bleiben. Bereits heute müssen mikrostrukturierte Komponenten den Anforderungen der chemischen Anlagentechnik genügen. Die am IMM verwendeten Anlagenkonzeptionen für mikrochemische Prozesstechnik basieren daher auf einem Hybridansatz. Abgestimmt auf den jeweiligen chemischen Prozess werden mikrostrukturierte Komponenten des IMM als Teil einer speziell dafür erstellten, konventionellen fluidischen Peripherie genutzt. Beispiele für solche Mikroreaktor-Gesamtanlagen sind neue IMM-Laboraufbauten zur organischen Synthese, heterogenen Katalyse und der Reformiertechnik. Für letztere Prozessierung stehen Wasserdampfreformier-Reaktoren und Verdampfer-Komponenten bereit. Eine dieser Anlagen erreicht bei der Propandampf-Reformierung mit Rh / Al2O3 - beziehungsweise Rh / Pt / CeO2 / Al2O3 - Reformierungskatalysatoren und Temperaturen um 700 °C einen nahezu vollständigen Umsatz bei Millisekunden-Kontaktzeit.

Solche Labor- und Produktionsanlagen können selbst durchaus großvolumig sein. Die Größe der Anlagen - mithin die Einbettung der Mikroreaktoren in konventionelle Technik - steht für Robustheit und Zuverlässigkeit. Trotz dieser Größe bleiben die mit mikrostrukturierten Hightech-Komponenten bestückten Anlagen wertvoll und kostengünstig im Vergleich zum Stand der Technik. Zu verdanken ist dies vor allem der erreichbaren und teilweise enormen Prozessintensivierung, die eine Erhöhung der Ausbeuten von bis zu 25% für industrierelevante Reaktionen gewährleistet.

IMM ist als weltweit tätiges Dienstleistungsunternehmen für Forschung und Entwicklung in der Mikrotechnik auf kundenspezifische Entwicklungen spezialisiert.


Institut für Mikrotechnik Mainz GmbH
Marketing/Unternehmenskommunikation
Presse
Carl-Zeiss-Straße 18-20
D-55129 Mainz

Telefon: ++49 6131/990-117
Telefax: ++49 6131/990-205
E-Mail: presse@imm-mainz.de

Stefan Kurze | IMM

Weitere Berichte zu: IMM Mikroreaktor Prozess Prozessanlage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Neues Testverfahren für Photovoltaikwafer als DIN SPEC
26.06.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

nachricht Ausweg aus dem Chrom-Verbot
30.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der Krümmung einen Schritt voraus

27.06.2017 | Informationstechnologie

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Überschwemmungen genau in den Blick nehmen

27.06.2017 | Informationstechnologie