Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

SCHOTT entwickelt neues Herstellverfahren für das Glas LASF35

13.06.2008
Kontinuierliche Produktion verbessert Transmission bei Glas mit höchster Brechzahl

Mit seinem extrem hohen Brechungsindex bietet das Glas LASF35 beste Eigenschaften für anspruchsvolle Optiken auf kleinstem Raum. Durch das kontinuierliche Produktionsverfahren verbesserte SCHOTT zudem die Reintransmission. Besonders im blauen Wellenlängenbereich bietet das Glas deutlich bessere Eigenschaften als vergleichbare optische Materialien.


Zur Kopplung oder Kollimation von optischem Licht werden Kugellinsen in Schreib- oder Leseköpfen von DVD/DVR-Geräten, in der Mikrotechnik oder in der Faseroptik verwendet. Mit Durchmessern von 0,040 bis 10 mm stellt die SCHOTT AG Kugellinsen aus unterschiedlichen optischen Gläsern her und ermöglicht Kopplungseffizienzen von 75 %. Je nach Anwendung kommen optische Gläser wie N-BK7, aber auch sehr hochbrechende Gläser wie LASF35 mit dem einzigartigen Brechungsindex von nd = 2,02 zum Einsatz.

Zur internationalen Fachmesse „Optatec“ in Frankfurt (Deutschland) stellt Advanced Optics, der Optikbereich des internationalen Technologiekonzerns SCHOTT, eine verbesserte Variante des Glases mit der Bezeichnung LASF35 (nd = 2,02204; vd = 29,06) vor. Damit optimiert SCHOTT das Angebot an Gläsern mit hohen Brechungsindizes in extremen Bereichen des Abbe-Diagramms.

„Gläser mit hohem Brechungsindex sind eine wichtige Voraussetzung für die zunehmende Miniaturisierung in den optischen Technologien“, so Dr. Bernhard Hladik, Product Manager Optical Glass bei der SCHOTT AG. „Mit der Optimierung unseres Portfolios bieten sich in der industriellen Optik, der Medizintechnik, Optoelektronik und Lasertechnik sowie den angrenzenden Hochtechnologien neue Innovationspotenziale“.

Das Glas LASF35 eignet sich insbesondere für miniaturisierte optische Systeme, wie sie beispielsweise in der Medizintechnik in Form von Kugellinsen oder Mikroprismen für Endoskope, Mikroskope und andere Mikro-Optiken benötigt werden.

Bei der Herstellung setzte SCHOTT auf ein kontinuierliches Schmelzverfahren und erzielte damit eine deutlich höhere Reintransmission (63% bei 400 nm für 10 mm Dicke; Farb Code: 45/37), die besonders im blauen Wellenlängenbereich alle vergleichbaren Gläser in den Schatten stellt.

Das Glas ist entsprechend der Europäischen Richtlinie 2002/95/EG zugelassen (RoHS, Restriction of the use of certain hazardous substances in electrical and electronic equipment). SCHOTT plant, künftig auch eine Arsen-freie Variante N-LASF35 anzubieten.

SCHOTT ist ein internationaler Technologiekonzern, der seine Kernaufgabe in der nachhaltigen Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen sieht. Dafür werden seit fast 125 Jahren Spezialwerkstoffe, Komponenten und Systeme entwickelt. Hauptmärkte sind die Branchen Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Solarenergie, Elektronik, Optik und Automotive. Der SCHOTT Konzern ist mit Produktions- und Vertriebsstätten in allen wichtigen Märkten kundennah vertreten. Rund 16.700 Mitarbeiter erwirtschaften einen Weltumsatz von 2,1 Milliarden Euro. Die technologische und wirtschaftliche Kompetenz des Unternehmens ist verbunden mit der gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung. Die Muttergesellschaft des SCHOTT Konzerns ist die SCHOTT AG, deren alleinige Aktionärin die Carl-Zeiss-Stiftung ist.

Kontakt:
SCHOTT AG
Christine Fuhr
PR Manager
Corporate Public Relations
Tel +49 (0)6131 / 66-4550
Fax +49 (0)6131 / 66-4041
E-Mail christine.fuhr@schott.com

Christine Fuhr | SCHOTT AG
Weitere Informationen:
http://www.schott-pictures.net
http://www.schott.com

Weitere Berichte zu: LASF35 Technologiekonzern Wellenlängenbereich

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Fraunhofer-Forscher entwickeln Messanlage für ZF-Werk in Saarbrücken
21.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP

nachricht Startschuss für EU-Projekt: Charakterisierung der Schweißraupe für adaptives Laserauftragschweißen
15.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften