Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verbesserung der Nahteigenschaften beim Laserschweißen

03.06.2008
Im Rahmen eines neuen von der AiF geförderten Projekts unter der Leitung des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) werden geeignete Fertigungsstrategien und Parameter entwickelt und bereitgestellt, um mit gepulsten Lasersystemen Schweißnähte zu erzeugen, die den mit Dauerstrichlasern erzeugten Schweißnähten entsprechen.

Für metallische Werkstoffe ist ein steigender Einsatz des Laserstrahlschweißens zu verzeichnen, da eine hohe Nahtqualität in Verbindung mit geringer Wärmebelastung der Bauteile realisiert werden kann. Nicht nur im Karosseriebau findet der Laser Einsatz, sondern auch Sensorgehäuse und andere hermetisch dichte Klein- und Druckbehälter werden mit Lasern im Dauerstrichbetrieb gefügt.

Diese erfordern allerdings Investitionen von mindestens 150 bis 200 T€.

Dagegen sind gepulste Nd:YAG-Lasersysteme mit einer mittleren Leistung von 100 bis 250 W für 40 bis 80 T€ am Markt verfügbar und besonders in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) weit verbreitet. Allerdings unterscheiden sich die mit gepulsten Lasern geschweißten Nähte von cw-Laserschweißnähten bezüglich der Nahtgeometrie sowie den mechanischen Eigenschaften.

Daher werden im Rahmen eines neuen von der AiF geförderten Projekts unter der Leitung des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) geeignete Fertigungsstrategien und Parameter entwickelt und bereitgestellt, um mit gepulsten Lasersystemen Schweißnähte zu erzeugen, die den mit Dauerstrichlasern erzeugten Schweißnähten entsprechen. Durch gezielte Variation der Parameter werden vergleichbare Eigenschaften hinsichtlich Nahtgeometrie und Nahtfestigkeit eingestellt. Dafür werden vor allem Pulsform, Pulsenergie, Pulsüberlappung, Schweißgeschwindigkeit, Strahlintensität und Art der Vorschubbewegung untersucht.

Nach der Fertigung von Referenzproben mit Dauerstrichlasern erfolgt die Entwicklung einer Prozessstrategie für Schweißversuche mit den gepulsten Lasern. Bei den auf diese Weise erzeugten Proben werden unter anderem die Nahtform und das Gefüge der Schweißnähte metallographisch untersucht sowie die mechanischen Eigenschaften durch Zug- und Dauerschwingversuche ermittelt.

Das im Rahmen dieses Projekts entwickelte Schweißverfahren besitzt ein großes Nutzungspotential für alle Unternehmen, die Laserschweißprozesse mit Schweißtiefen bis 2 mm einsetzen. Besonders Hersteller von Sensoren, Elektrobauteilen und Behältern können von den Ergebnissen profitieren.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Berichte zu: Dauerstrichlasern LZH Laser Nahtgeometrie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Projekt CeGlaFlex: Hauchdünne, bruchsichere und biegsame Keramik und Gläser
24.04.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Löschbare Tinte für den 3-D-Druck
24.04.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie