Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit neuem Verfahren Karbonfasern auf Feinheit und Festigkeit prüfen

17.04.2008
Wissenschaftler im Netzwerk "Fiber International Bremen" entwickeln automatisches Karbonfaserprüfsystem.

Kohlefaserverstärkte Kunststoffe gelten als optimales Leichtbaumaterial mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten: beim Überschall-Jet oder bei der Raumfähre, beim Tennisschläger oder bei der Angelrute. Im High-Tech-Bereich spielen Karbonfasern bereits eine wichtige Rolle und auch im Automobilbau dürfte der Bedarf steigen, um durch Leichtbauweise Energie zu sparen.

Allerdings sind die Herstellungskosten für Karbonfasern extrem hoch. Deshalb ist jeder Schritt wichtig, der zur Einsatzoptimierung der Karbonfasern in der Produktion und bei der Qualitätsprüfung beiträgt. Eine interessante Entwicklung ist jetzt im Rahmen des Innovationsnetzwerkes "Fiber Internation Bremen (FIB) e.V." gelungen.

Die Wissenschaftler des Verbundes, an dem auch die Universität Bremen beteiligt ist, haben mit dem FAVIMAT ROBOT 2 erstmalig ein automatisches Karbonfaserprüfgerät hergestellt, das schnell und zuverlässig Module und Festigkeitseigenschaften von einzelnen Karbonfasern prüfen kann. Konkret getestet werden die Feinheit, die Festigkeit und die Elastizität von Karbonfasern.

... mehr zu:
»Faser »Karbonfaser

Das Projekt FAVIMAT ROBOT2 ist im "Fiber International Bremen" vor allem von der Firma Textechno in Mönchengladbach als qualitative Weiterentwicklung des FAVIMAT-ROBOT vorangetrieben worden. Mit dem neuen Messgerät lassen sich nun 500 Fasern in einem Messprozess vollautomatisch auf ihre Eigenschaften untersuchen. Erste Ergebnisse liegen hierbei im Gegensatz zur konventionellen Prüfung an Faserbündeln (Roving) bereits nach wenigen Minuten vor. Die hervorragende Längen- und Kraftauflösung (bis 0,1µN) machen das Prüfgerät zu einem interessanten Messgerät für unterschiedlichste Fasermaterialien oder Anwendungen, zum Beispiel Zugprüfungen an Nanovliesen.

Optional lässt sich das Messverfahren mit einer Schwingungsanalyse ergänzen. Die vibroskopische Feinheitsprüfung besteht aus einer automatischen Bestimmung der Resonanzfrequenz der Transversalgrundschwingung unter definierter Spannung und Schwingungslänge. Dadurch kann beispielsweise der wirksame Querschnitt meist genauer bestimmt werden als mit üblichen optischen Methoden. Eine Erweiterung der Schwingungsanalyse ermöglicht weitere Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise zur Bestimmung der Biegesteifigkeit von Fasern. Die vielseitigen, automatisierten und zeitoptimierten Messmöglichkeiten machen den "FAVIMAT ROBOT2" für Forschung und Industrie zu einem interessanten Analysegerät in der Produktion, Qualitätskontrolle oder Faserentwicklung.

Weitere Informationen:

Fiber International Bremen (FIB) e.V.
c/o Faserinstitut Bremen e.V.
Dr. Guido Weißmann
Tel.: 0551 / 49 601 - 26
Fax: +49 551 / 49 601 - 49
E-Mail: weissmann@fib-bremen.de

Eberhard Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.fib-bremen.de

Weitere Berichte zu: Faser Karbonfaser

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung
28.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Zeolith-Katalysatoren ebnen den Weg für dezentrale chemische Prozesse: Biosprit aus Abfällen
28.06.2017 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Event News

Plants are networkers

19.06.2017 | Event News

Digital Survival Training for Executives

13.06.2017 | Event News

Global Learning Council Summit 2017

13.06.2017 | Event News

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive